Das ÖkoFEN-Interview zu 30 Jahren Biomasse und Haustechnik

05.09.2019 | Heizung, News

ÖkoFEN feiert heuer sein 30-jähriges Firmenjubiläum. Der Familienbetrieb wird nunmehr in zweiter Generation weitergeführt.

Seit 30 Jahren setzt ÖkoFEN Maßstäbe in Sachen Biomasse und Haus­technik. Zahlreiche Vorzeigeprojekte doku­mentieren die Innovationskraft dieses Unternehmens. Der österreichische Installa­teur führte mit ÖkoFEN­Geschäftsführer DI Stefan Ortner folgendes Interview:

Herr Ortner, welche betrieblichen Verän­derungen brachte die Übergabe des Unter­nehmens von Ihrem Vater Herbert Ortner auf Sie? Ist der Seniorchef noch aktiv?
ORTNER: Die Übergabe brachte strategisch gesehen keine großen Veränderungen mit sich. Wir verfolgen weiterhin die konse­quente Spezialisierung auf den Brennstoff Pellets sowie den klaren Anspruch auf Technologie­ und Marktführerschaft in diesem Bereich. Verstärkt legen wir unseren Schwerpunkt auf die Digitalisierung und sehen diese als unabdingbare
Weiterentwicklung. Darüber hinaus fokussieren wir uns auch auf den Ausbau der Exportmärkte außerhalb Europas. Mein Vater, Herbert Ortner, ist nach wie vor voll im Betrieb tätig – auch operativ – und arbeitet stetig an der Neuent­wicklung und Optimierung unserer Produkte mit.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie aktuell und wie wird sich die Pelletsheizung ent­wickeln, Stichwort: technische Trends?
ORTNER: In Österreich beschäftigt ÖkoFEN derzeit 160 Mitarbeiter. Die gesamte Unter­nehmensgruppe umfasst 370 Mitarbeiter. Aufgrund der aktuellen Klimadebatte in der Politik und der Präsenz in den Medien scheint sich in Sachen Energiewende nun wirklich etwas zu bewegen. Es gibt derzeit keine andere Maßnahme, als Öl gegen Pellets zu tauschen. Hier liegt ein enormes Einspar­ potential in puncto Kohlendioxid, ohne dass dabei Nutzergewohnheiten geändert werden müssten. Mit einer ÖkoFEN-Pelletsheizung können im Jahr durchschnittlich 8,5 Tonnen Kohlendioxid vermieden werden. Das entspricht den Emissionen von drei Dieselautos mit 15.000 Jahreskilometern. Auf technischer Ebene entwickelt sich der Trend hin zu hocheffizienten Produkten. Diese Entwicklung gestaltet sich sehr positiv, denn Pellets erreichen nun die gleiche Effizienz wie fossile Brennstoffe. Darüber hinaus sehen wir weiterhin großes Potential in unserer Innovation der stromerzeugenden Pelletsheizung, die Pellematic Condens_e. In Kombination mit einem Stromspeicher und einer
Photovoltaikanlage bietet sie die weltweit einzige Möglichkeit, sich an 365 Tagen im Jahr – egal ob Sommer oder Winter – mit 100 Prozent ökologischer Energie aus Pellets und Sonne zu versorgen. Wir sind stolz darauf, dass Kunden das Gesamtsystem bei uns als Serienprodukt kaufen und es in der Praxis zuverlässig funktioniert.

Welche Ziele streben Sie an?
ORTNER: Wir wollen mit unseren Technologien und einem weiteren Marktaufbau für Pelletsheizungen nachhaltig einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es ist notwendig, den Menschen die Vorteile einer Pelletsheizung und die Notwendigkeit einer Energiewende beim Heizen zu verdeutlichen. Mit unseren Produkten haben wir bereits 6,7 Mio. Tonnen CO2 eingespart. Darauf sind wir sehr stolz! Wobei wir erst am Anfang stehen, wenn man bedenkt, dass beispielsweise in Deutschland noch immer fünf Mal mehr Ölheizungen als Pelletsheizungen verkauft werden und wie viele Millionen Ölheizungen in Europa generell noch in Betrieb sind.

Lesen Sie das ungekürzte Interview ab Seite 44 in der aktuellen Ausgabe 7-8/a2019.

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