Die Bereitschaft besteht

10.01.2023 | News

Ein effektives und kurzfristig einsetzbares Instrument, den Preissprüngen im Energiesektor entgegenzuwirken, ist das Energiesparen durch den bewussten Umgang mit Energieverbrauchern im Alltag.

Die Preise für elektrische Energie orientieren sich stets am aktuell teuersten Produzenten, was in Österreich zu Spitzenzeiten meist ein Gaskraftwerk ist, dessen Produktionskosten viel höher sind als jene von Erneuerbaren (näheres zur Strommarktpreisbildung in dieser EFA). Können die Verbrauchsspitzen so weit reduziert werden, dass der Verbrauch zunehmend durch Erneuerbare gedeckt werden kann, wirkt dies dämpfend auf den Strom- und Gaspreis.
Das Klimaschutzministerium hat daher in Zusammenarbeit mit dem Austrian Power Grid (APG) ein Prognose-Tool ins Leben gerufen, welches Konsumenten und Konsumentinnen darauf aufmerksam macht, zu welcher Tageszeit verringerter Verbrauch elektrischer Energie am meisten Wirkung erzielt. Im Winter beispielsweise sind Verbrauchsspitzen am Vormittag von 8-12 Uhr und am Abend von 17-19 Uhr zu erwarten. Da zu diesen Tageszeiten die Produktion von Erneuerbaren nicht entsprechend dem erhöhten Verbrauch gesteigert werden kann, muss die Produktion in teuren und umweltschädlichen Gaskraftwerken hochgefahren werden.
Das Prognose-Tool versucht, jene Spitzenzeiten und Zeiträume, in denen die Produktion von Erneuerbaren witterungsbedingt zurückgeht, für den jeweiligen Folgetag zu identifizieren und die Verbraucher dazu zu motivieren, ihr Verbrauchsprofil daran anzupassen. Alleine das Verschieben von energieintensiven Tätigkeiten, wie Bügeln, Wäschewaschen und -trocknen, etc. auf andere Tageszeiten kann das Stromnetz zu Spitzenlaststunden entlasten. Gefragt ist hierbei vor allem die Mithilfe von Privathaushalten sowie Klein- und Mittelbetrieben, welche ihren Energiebedarf flexibel anpassen können.
Neben der Entlastung des Stromnetzes, die diese Verhaltensanpassungen bewirkt, trägt das gezielte Energiesparen auch zum Ziel des Ausstiegs Österreichs aus fossilen Energieträgern im Strombereich bis 2030 bei. Daher ist es empfehlenswert, die vorhergesagten Stromsparstunden regelmäßig zu beobachten und sich so weit als möglich diesen anzupassen.

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