Trinkwasser und Geldanlage

12.06.2015 | Installationstechnik

Mit dem weltweit steigenden Bedarf an Trinkwasser wird dieses Thema auch für Investoren interessant. In den letzten Jahren gewinnen Wasser-Fonds immer mehr Anleger.

Laut aktuellem Bericht der Vereinten Nationen haben etwa 800 Millionen Menschen keinen Zugriff auf sauberes Wasser und fast 2,5 Milliarden Menschen fehlen sanitäre Anlagen. Trinkwasser und die damit in Verbindung stehende Industrie sind seit Jahren weltweit ein wachsender Wirtschaftszweig.
Betrachten wir alleine den aktuellen ISH-Katalog 2015, so finden wir in den Rubriken Trinkwasser-Rohrsysteme, Trinkwasser-Mischer, Entkalkungsanlagen, Wasserzähler, Legionellenschutz, Umkehr-Osmoseanlagen, chemiefreie Wasserbehandlung und Pumpen über 120 international tätige Unternehmen. Der Bereich Abwassertechnik aber ist dabei ebenso wenig berücksichtigt wie Sanitärartikel.
Virtuelles Wasser
Laut Berechnungen von Swisscanto Equity Fund Water Invest werden jährlich etwa 4.000 Milliarden Kubikmeter Trinkwasser verbraucht. Ein anschauliches Beispiel für den Wasserbedarf gibt die Wissenschaft unter dem Begriff „virtuelles Wasser.“ Hier wird die gesamte Wasserbilanz berechnet, die für die Produktion eines Artikels erforderlich ist.
Betrachten wir z. B. eine Bluejeans. Bis diese in den Handel kommt, wurden etwa 11.000 Liter Wasser benötigt. Rund 41 Prozent davon – also 4.510 Liter – entfallen auf das nötige Regenwasser bzw. auf die künstliche Bewässerung, welche für die Baumwollproduktion einer Jean erforderlich ist. Die restlichen 6.490 Liter Wasser werden für den Produktionsprozess der Hose benötigt, wie z. B. Fasergewinnung, Färben, Spülen, Reinigen der Betriebsanlagen u.s.w. Geht man davon aus, dass ein Rind etwa drei Jahre lang lebt, bis es geschlachtet wird, so sind für seine Futtermittel, Stallreinigung, Schlachtung und Fleischproduktion etwa 46.000 Liter Wasser erforderlich. Rückgerechnet auf ein Steak – bratfertig angerichtet in der Pfanne – stecken darin unglaubliche 4.000 Liter Wasser.
Global betrachtet, kann Wasser nicht „vernichtet werden.“ Es ist immer eine Frage der Verschmutzung und vor allem der Verteilung. Tatsache ist, dass der weltweite Bedarf an Trinkwasser steigt, und somit befindet sich auch die damit in Verbindung stehende Industrie im Aufwind. Seit einigen Jahren haben sich Fondsmanager auch auf die Bewertung von Unternehmen aus der Wasser- und Abwasserwirtschaft spezialisiert.
Die Bandbreite des Geschäftsfeldes Wasser ist enorm. Kommunale Wasserversorger zählen ebenso dazu wie Unternehmen aus Industrie und Wirtschaft, die Anlagen und Dienstleistungen zum Thema Wasser anbieten. Auch Wertpapiere von Unternehmen, die Rohre, Pumpen, Sanitärartikel oder Bewässerungssysteme herstellen, werden von den Fonds gekauft.
Lesen Sie den ungekürzten Artikel ab Seite 56 der aktuellen Ausgabe 6/15!

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