Ob Bundhose oder Latzhose – die perfekte Arbeitshose gibt es nicht als Standardlösung. | © Jimmy Nilsson/Unsplash
Ob SHK, GaLaBau oder Montage: Die Arbeitshose ist eines der wichtigsten Kleidungsstücke im Berufsalltag. Sitzt sie nicht richtig, leidet nicht nur der Komfort, sondern auch die Konzentration. Doch welche Variante ist die bessere Wahl – Bundhose oder Latzhose? Ein Blick in die Praxis zeigt: Die Entscheidung ist weniger eine Stilfrage als eine Frage von Einsatzbereich, Funktionalität und persönlicher Vorliebe.
Passform als entscheidender Faktor
Einigkeit herrscht bei den Profis vor allem in einem Punkt: Die Hose muss passen. „Das wichtigste Teil ist die Hose! Wenn die nicht sitzt, fühlen die Monteure sich unwohl – und das geht gar nicht. Das ist, als wenn man vorm Computer sitzt und die Tastatur hakt. Das geht auch nicht. Die Hose muss einfach passen“, bestätigt Marko Hackl, Geschäftsführer des SHK-Betriebs Santec aus Schenefeld bei Hamburg.
Neben dem Tragekomfort spielt auch die Funktionalität eine zentrale Rolle. Taschenanordnung, Materialstärke und Bewegungsfreiheit sind im Arbeitsalltag entscheidend – und unterscheiden sich je nach Gewerk.
Latzhose: Stabiler Sitz und Schutz beim Arbeiten
Im Garten- und Landschaftsbau setzt man häufig auf robuste Lösungen. Theresa Rowny, Geschäftsführerin der Alfons Westermann Garten- und Landschaftsbau GmbH im nordrhein-westfälischen Oelde, legt bei der Auswahl der Arbeitskleidung großen Wert auf Details: „Wir haben darauf geachtet, dass etwa die Taschenverteilung für uns passt und Kniepolstertaschen vorhanden sind!“
Die Entscheidung über die Hosenform wurde im Betrieb gemeinsam getroffen. „Ich persönlich finde Latzhosen sinnvoll, denn beim Bücken bleibt der Rücken so schön geschützt und man kann ein Namensschild platzieren“, erklärt Rowny. Gleichzeitig bleibt Raum für individuelle Vorlieben: „Aber nicht jeder fühlt sich in einer Latzhose wohl und daher gibt es bei uns auch Bundhosen!“
Bundhose: Ergonomisch, flexibel und CI-tauglich
Aus Sicht von Thomas Krause von der DBL – Deutsche Berufskleider Leasing GmbH haben beide Varianten klare Vorteile. „Entscheidend sind persönliche Vorlieben bei Schnitt, Sitz sowie Anordnung der Taschen. Dazu dann berufsspezifische Details, die im Joballtag unterstützen.“
Während viele Träger bei der Latzhose den stabilen Sitz und die Bewegungsfreiheit schätzen – insbesondere bei häufigem Bücken oder Strecken –, haben sich moderne Bundhosen stark weiterentwickelt. „Hier punkten ergonomische Schnitte. Und dank vielfältiger Designs passt sie oft besser zur CI des Unternehmens. Bei uns im Mietservice wird die Bundhose tatsächlich häufiger angefragt. Vielleicht auch, weil sie sich noch flexibler zu Westen und Hoodies kombinieren lässt.“
Beratung und Anprobe vermeiden Fehlentscheidungen
Neben Bund- und Latzhosen stehen Betrieben heute zahlreiche weitere Varianten zur Verfügung – von Cargo- über Hybrid- bis hin zu Zunfthosen. Welche Lösung langfristig überzeugt, hängt stark von den Anforderungen im Betrieb ab. Deshalb empfiehlt sich eine fachkundige Beratung.
„Hier machen auch immer Anproben Sinn. Das bieten wir auf Wunsch vor Ort in den Betrieben. Dort haben wir die ausgewählten Modelle und verschiedene Größen im Gepäck“, so Thomas Krause. Ist die Entscheidung gefallen, sorgt der textile Mietservice für Pflege und Langlebigkeit: „Wenn die Entscheidung gefallen ist, können sich unsere Kunden übrigens sicher sein, dass die Hosen – ob mit Latz oder ohne – bei uns im Mietservice die beste Pflege erhalten und langfristig im Einsatz sind.“
Komfort schlägt Konzept
Ob Bundhose oder Latzhose – die perfekte Arbeitshose gibt es nicht als Standardlösung. Entscheidend sind Passform, Funktion und Akzeptanz bei den Mitarbeitenden. Wer seine Teams in die Auswahl einbindet und auf professionelle Beratung setzt, schafft die Basis für mehr Tragekomfort, Zufriedenheit und Leistungsfähigkeit im Arbeitsalltag.
