Im vergangenen Jahr wurden 157 Vorschläge von 110 Mitarbeitenden eingereicht. | © JUMO
Beim Mess- und Automatisierungsspezialisten JUMO gewinnt das betriebliche Ideenmanagement zunehmend an Bedeutung. Im vergangenen Jahr wurden 157 Vorschläge von 110 Mitarbeitenden eingereicht, von denen 127 umgesetzt wurden. Zusätzlich flossen mehr als 900 kleinere Ideen aus der Produktion in die Optimierung ein.
Das Ergebnis ist messbar: Durch die umgesetzten Maßnahmen konnte das Unternehmen rund 155.000 Euro einsparen. Die Beteiligten wurden dafür mit insgesamt 17.000 Euro prämiert.
Geschäftsführung sieht Wettbewerbsvorteil
Für die Unternehmensleitung ist das Ideenmanagement mehr als ein internes Instrument zur Prozessverbesserung. Es gilt als wichtiger Hebel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.
„Die eingereichten Ideen tragen dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu steigern und JUMO effizienter zu machen“, betont Geschäftsführer Dr. Steffen Hoßfeld.
Auch Gesellschafter Bernhard Juchheim hebt die Rolle der Mitarbeitenden hervor: Jede Verbesserung sei „ein wertvoller Beitrag zum gemeinsamen Erfolg“.
Produktion liefert zahlreiche Impulse
Ein Großteil der Vorschläge stammt aus dem Shopfloor-Management in der Produktion. Dort werden Ideen häufig niedrigschwellig über eine sogenannte Ideenbox eingebracht.
„Jede Idee ist wichtig, und zeigt Euer ausgeprägtes Engagement für JUMO“, sagt Peter Reinhard, Leiter des Ideenmanagements.
Die hohe Beteiligung zeigt, dass kontinuierliche Verbesserung zunehmend im Arbeitsalltag verankert ist.
Azubi-Projekt soll Prozesse weiter verbessern
Zusätzliche Impulse kommen aus dem Nachwuchs: Drei kaufmännische Auszubildende – Philip Kehl, Noah Schmitt und Julian Bagus – stellten mit „JUMOvation“ ein Konzept zur Weiterentwicklung des Ideenmanagements vor.
Ziel ist es, die Beteiligung weiter zu erhöhen und den Einreichungsprozess zu vereinfachen. Vorgesehen sind unter anderem eine neue digitale Plattform („Ideenpool“) sowie Anreizsysteme wie Gewinnspiele für eingereichte Vorschläge.
Konkrete Einsparungen durch technische Optimierung
Die erfolgreichste Idee des Jahres kam aus der Produktion: Jan Helfrich und Felix Hüfner optimierten die Mehrmaschinenbedienung bei Laser- und Schweißrobotern. Dadurch konnten die Herstellkosten deutlich gesenkt werden.
Weitere ausgezeichnete Beiträge kamen von Karl-Heinz Dietz und Uwe Betz (2. Platz) sowie Timo Gärtner und Hans-Jürgen Sandner (3. Platz).
Kontinuierliche Verbesserung als Strategie
Das Beispiel JUMO zeigt, dass strukturiertes Ideenmanagement nicht nur die Mitarbeitermotivation stärkt, sondern auch konkrete wirtschaftliche Effekte erzielt.
Mit neuen Ansätzen wie „JUMOvation“ dürfte das Unternehmen diesen Weg weiter ausbauen – und damit interne Innovationspotenziale systematisch erschließen.
