Im Gespräch: Teamleiter Sebastian Hagen (links) und Geschäftsführer Marco Zwischenbrugger (re.). | © Dorfinstallateur
Bereits Anfang März dieses Jahres hat Sebastian Hagen die Leitung des bisherigen Profiteams Feuerstein übernommen und damit eine Führungsrolle aus den eigenen Reihen heraus besetzt. Nach über 40 Jahren hat der vorherige Teamleiter Robert Feuerstein seine Aufgaben an Sebastian Hagen weitergegeben. Hagen arbeitet seit 20 Jahren im Unternehmen am Götzner Hauptsitz und kennt den Dorfinstallateur aus unterschiedlichen Perspektiven. Seine Laufbahn begann mit der Lehre als Installations- und Gebäudetechniker. Danach arbeitete er im Büro und in der Arbeitsvorbereitung. Mit dem Ablegen der Meisterprüfung hat er die Projektleitung des Profiteams Feuerstein übernommen. Nun trägt er als Teamleiter die Verantwortung für ein Team aus 13 Monteuren und Lehrlingen.
Die interne Besetzung von Führungspositionen ist beim Dorfinstallateur Teil einer klaren Strategie. Viele Führungskräfte haben ihre berufliche Laufbahn im Unternehmen selbst begonnen und sich über Jahre hinweg weiterentwickelt. „Wir sind überzeugt, dass nachhaltige Nachfolge am besten gelingt, wenn Talente früh gefördert und langfristig aufgebaut werden“, erzählt Geschäftsführer Marco Zwischenbrugger.
Mit diesem Ansatz sichert der Dorfinstallateur nicht nur wertvolles Know-how im Betrieb, sondern schafft auch klare Perspektiven für Mitarbeitende – vom Lehrling bis zur Führungskraft.
Nachgefragt
Wir sprachen zur Nachfolgeregelung beim Dorfinstallateur mit dem frischgebackenen Teamleiter Sebastian Hagen sowie Geschäftsführer Marco Zwischenbrugger:
Wie ist es nach langer Zeit in einem Team, selber in die Führungsrolle zu schlüpfen?
Hagen: Es ist zunächst ungewohnt, nach so langer Zeit im selben Team in die Führungsrolle zu wechseln. Viele Dinge verändern sich – man ist nicht mehr nur Kollege, sondern übernimmt auch Verantwortung als Vorgesetzter. Das ist für beide Seiten eine Lernphase. Gleichzeitig hatten wir den Vorteil einer längeren Vorlaufzeit, in der wir uns Schritt für Schritt an die neue Situation herantasten konnten. Das hat den Übergang deutlich erleichtert.
Was sind dabei die größten Herausforderungen?
Hagen: Die größte Herausforderung ist für mich sicher, Aufgaben abzugeben. Dinge, die man früher selbst erledigt hat, muss man jetzt delegieren und das fällt nicht immer leicht. Aber mit der neuen Rolle fehlt einfach die Zeit, allem selbst nachzugehen. Da muss man lernen, Verantwortung weiterzugeben.
Steht Ihnen Ihr Kollege Robert Feuerstein auch weiterhin für Fragen zur Verfügung bzw. gibt es andere Teamleiter, mit denen Sie sich austauschen können?
Hagen: Ja, Robert unterstützt mich weiterhin bei Fragen. Er befindet sich aktuell in Altersteilzeit und bereitet sich auf seinen wohlverdienten Ruhestand vor. Seine langjährige Erfahrung und sein Wissen sind für mich nach wie vor sehr wertvoll, und ich schätze den regelmäßigen Austausch sehr.
Gibt es regelmäßige Meatings für Feedbackrunden mit der Geschäftsführung, unter den Teamleitern oder gemeinsam mit der gesamten Mannschaft?
Zwischenbrugger: Ja, es gibt mehrere regelmäßige Formate für den Austausch. Zum Beispiel unser Teamleiterfrühstück, das alle zwei Monate stattfindet. Zusätzlich gibt es laufend Abstimmungen zwischen Geschäftsführung und Teamleitern sowie strukturierte Gespräche zu kaufmännischen Themen zweimal im Jahr. Am wichtigsten ist aber der direkte Austausch im Alltag, durch die enge Zusammenarbeit ist die Abstimmung sehr unkompliziert. Außerdem arbeiten wir in verschiedenen Gruppen zusammen, wie etwa in der Arbeitsgruppe Qualität, und haben regelmäßige Führungskräfte-Workshops, bei denen auch die persönliche Weiterentwicklung im Fokus steht.
Besten Dank für eure Antworten und viel Erfolg weiterhin!
