Michael Maier von der Firma MYNT präsentiert die vom Startup entwickelte Wandfarbe ohne Mikroplastik. | © Baurettungsgasse
Die Wärmewende im Gebäudebereich, nachhaltige Sanierungskonzepte und neue Kooperationsmodelle standen im Mittelpunkt des jüngsten Sanierungssalons der Baurettungsgasse. Das Netzwerk für nachhaltiges Bauen und Sanieren traf sich Anfang Mai im Green Energy Lab zum Austausch über aktuelle Entwicklungen in der Energie- und Bauwirtschaft.
Im Fokus der Veranstaltung standen insbesondere die Herausforderungen bei der Transformation bestehender Wärmesysteme sowie der steigende Bedarf an unabhängiger Beratung im Sanierungsbereich.
Wärmewende als zentrale Herausforderung
Nach der Vorstellung der Forschungsinitiative Green Energy Lab und des Innovationslabors „Allianz WärmeZukunft“ durch Geschäftsführerin DI Susanne Supper diskutierten die Teilnehmer intensiv über die Zukunft der Wärmeversorgung.
Im Mittelpunkt standen dabei Fragen rund um Fernwärme, Wärmepumpen, Geothermie, Anergienetze und die stärkere Integration erneuerbarer Energiequellen. Diskutiert wurde auch, ob sich Wärmenetze künftig ähnlich dezentral entwickeln könnten wie Stromsysteme.
Dabei wurde deutlich: Die technische Komplexität sowie die hohen Investitionen in Infrastruktur und Steuerungssysteme gelten weiterhin als zentrale Herausforderungen für die Wärmewende.
Netzwerkplattform für nachhaltige Sanierung
Neben energietechnischen Themen nutzten zahlreiche Teilnehmer die Veranstaltung zur Vorstellung neuer Projekte, Dienstleistungen und Produkte. Vertreter aus Architektur, Holzbau, Gebäudevermessung, Trockenbau und Sanierungsberatung präsentierten ihre aktuellen Schwerpunkte.
Besonderes Interesse galt dem Startup MYNT, das eine mikroplastikfreie Wandfarbe entwickelt hat. Laut Geschäftsführer Michael Maier soll das Produkt nicht nur nachhaltiger, sondern auch ergiebiger als herkömmliche Dispersionen sein.
Auch die zunehmende Bedeutung unabhängiger Sanierungsberatung war ein zentrales Thema des Treffens. Die Baurettungsgasse positioniert sich dabei als Vermittlungsplattform zwischen Bauherren und unabhängigen Qualitäts- und Sanierungscoaches.
Kompetenzzentrum in der Blauen Lagune geplant
Ein weiteres Vorhaben ist das geplante Kompetenzzentrum „KuBuS“ im Bauzentrum der Blauen Lagune. Dort sollen ab Herbst nachhaltige Bau- und Sanierungsprodukte ganzjährig präsentiert werden.
Neben Produktpräsentationen sind auch unabhängige Fachberatungen vorgesehen. Ziel ist es, nachhaltige Lösungen dauerhaft sichtbar zu machen und die Orientierung für Bau- und Sanierungswillige zu erleichtern.
Mit Formaten wie dem Sanierungssalon will die Baurettungsgasse den fachlichen Austausch stärken und nachhaltige Sanierung stärker in den Fokus der Bauwirtschaft rücken.
