Die jungen Fachkräfte aus allen Bundesländern treten von 22. bis 27. September in 42 Berufen an. | © Skillsaustria
In etwas mehr als drei Monaten beginnen die WorldSkills 2026 in Shanghai. Österreich reist mit 48 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu den Berufsweltmeisterschaften und stellt damit das größte Team Europas. International wird die rot-weiß-rote Delegation nur von Gastgeber China sowie Brasilien, Taiwan, Korea, Japan und Indien übertroffen.
Die jungen Fachkräfte aus allen Bundesländern treten von 22. bis 27. September in 42 Berufen an. Nach Rang sechs bei den WorldSkills 2024 in Lyon zählt Österreich erneut zu den Nationen mit Medaillenambitionen.
Österreich setzt auf Teamgeist
Wenige Monate vor dem Wettbewerb rückt neben der fachlichen Vorbereitung vor allem der Zusammenhalt innerhalb des Teams in den Fokus. Beim jüngsten Teamseminar standen daher Mentaltraining, gemeinsame Aktivitäten und Teambuilding auf dem Programm.
„Dass Österreich mit dem größten Team Europas nach Shanghai reist, ist ein starkes Signal für die Leistungsfähigkeit unserer Fachkräfte“, sagt SkillsAustria-Präsident Josef Herk. „Jetzt geht es darum, gemeinsam als Team Austria aufzutreten und das Beste aus sich herauszuholen.“
SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft verweist auf die besondere Belastung internationaler Wettbewerbe: „Die Teilnahme an den WorldSkills ist bereits eine besondere Auszeichnung – jetzt gilt es, in Shanghai das eigene Können auf den Punkt abzurufen.“
Mentale Stärke als Erfolgsfaktor
Die Vorbereitung auf die Weltmeisterschaften umfasst längst mehr als fachliches Training. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer berichten übereinstimmend von der Bedeutung des Austauschs innerhalb des Teams.
Konditorin Valentina Otzelberger betont, wie wichtig der Zusammenhalt angesichts der steigenden Nervosität vor dem Großereignis sei. Grafik-Designer Paul Bürki verweist auf die gemeinsamen Herausforderungen: Während viele Gleichaltrige ihre Freizeit anders nutzen, stehe für die Teammitglieder seit Monaten die intensive Vorbereitung im Mittelpunkt.
Auch Robot Systems Integration-Spezialist Kristijan Hrdzic sieht Vorteile in einem starken Teamgefüge: Wer mit Druck und Rückschlägen besser umgehen könne, verschaffe sich auch im Wettbewerb Vorteile.
Erfolgsserie soll fortgesetzt werden
Die Erwartungen sind hoch. Seit dem ersten Antreten bei WorldSkills im Jahr 1961 hat Österreich im Medaillenspiegel nie schlechter als Rang zehn abgeschnitten. Mehrfach stellte die Alpenrepublik sogar die erfolgreichste Nation der Welt.
Insgesamt konnten österreichische Teilnehmer bei WorldSkills bisher 237 Medaillen gewinnen, darunter 90 Goldmedaillen. Gemeinsam mit den Erfolgen bei EuroSkills stehen mittlerweile 396 internationale Medaillen zu Buche.
Vor diesem Hintergrund soll in Shanghai die nächste Erfolgsgeschichte geschrieben werden. Unterstützung erhielt das Team beim jüngsten Seminar auch von prominenten Sportlern: Skispringer Michael Hayböck und Beachvolleyball-Europameister Nik Berger gaben Einblicke in den Umgang mit Drucksituationen auf höchstem Niveau.
Mit dem größten europäischen Aufgebot und einer langen Tradition erfolgreicher Berufswettbewerbe reist Österreich jedenfalls mit hohen Ambitionen nach China.
