Heute betreut das Unternehmen rund 14.000 Immobilien. | © Techem
Die Techem Wassertechnik GmbH blickt auf drei Jahrzehnte Unternehmensgeschichte zurück. Was 1996 als Ergänzung zur Messtechnik-Sparte von Techem begann, hat sich zu einem eigenständigen Geschäftsfeld entwickelt: Heute betreut das Unternehmen nach eigenen Angaben rund 14.000 Immobilien in Österreich und bietet Dienstleistungen rund um Trinkwasserhygiene, Heizungswasseraufbereitung und energieeffizienten Gebäudebetrieb an.
Zum 30-jährigen Bestehen sieht das Unternehmen den Bedarf an professionellen Wassertechnik-Lösungen weiter wachsen – nicht zuletzt aufgrund steigender regulatorischer Anforderungen und wachsender Erwartungen an Energieeffizienz und Betriebssicherheit.
Wassertechnik gewinnt an Bedeutung
Hausverwaltungen und Immobilienunternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, technische Anlagen effizient zu betreiben und gleichzeitig gesetzliche Vorgaben einzuhalten. Themen wie Trinkwasserhygiene, Dokumentationspflichten und Heizungswasserqualität rücken dabei stärker in den Fokus.
„Wir unterstützen Hausverwaltungen in ganz Österreich mit verlässlichen, rechtssicheren und nachhaltigen Lösungen rund um das Wassermanagement“, sagt Geschäftsführer Zoran Jelen.
Das Leistungsspektrum reicht von Legionellenprüfungen und Trinkwasseranalysen über Heizungswasseraufbereitung bis hin zu Wartungsleistungen für Hauswasserfilter, Wohnungsstationen und Lüftungssysteme.
Trinkwasserhygiene als Kerngeschäft
Ein Schwerpunkt bleibt die Sicherstellung der Trinkwasserqualität. Laut Unternehmen werden jährlich rund 5.000 Trinkwasserproben analysiert, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen.
Neben fachgerechten Probenahmen und Laboranalysen setzt Techem auf dokumentierte Prozesse und zertifizierte Qualitätsstandards. Das Trinkwassermanagementsystem wurde nach Angaben des Unternehmens durch TÜV AUSTRIA gemäß ÖNORM B5019 überprüft.
Effizienzpotenziale im Heizungswasser
Neben der Trinkwasserhygiene gewinnt auch die Qualität des Heizungswassers an Bedeutung. Ablagerungen, Korrosion und Verschlammungen können die Effizienz von Heizungsanlagen deutlich beeinträchtigen und den Energieverbrauch erhöhen.
Techem verweist darauf, dass verschlammte Heizkreise Mehrverbräuche von bis zu 20 Prozent verursachen können. Zur Analyse betreibt das Unternehmen seit 2024 ein eigenes Speziallabor in Wels, das jährlich rund 1.700 Heizungs-, Solar- und Kühlwasserproben untersucht.
Ausbau nachhaltiger Lösungen
Im Bereich Wasseraufbereitung setzt Techem verstärkt auf chemiefreie Kalkschutzsysteme. Gemeinsam mit WATERCryst werden Lösungen angeboten, die ohne Salz oder chemische Zusätze auskommen.
Zudem baut das Unternehmen sein Engagement im Bereich intelligenter Heizungssteuerung aus. Seit 2025 ist Techem Premium-Partner von Danfoss in Österreich und bietet Systeme zur Einzelraumregelung für Wohngebäude an.
Wachstum durch Digitalisierung
Für die kommenden Jahre setzt Techem auf die Verbindung von Wassertechnik, Energieeffizienz und digitalen Dienstleistungen. Ziel sei es, Hausverwaltungen entlang des gesamten Lebenszyklus technischer Anlagen zu begleiten – von der Analyse über die Umsetzung bis zur laufenden Betreuung.
„Der Bedarf an professioneller Wassertechnik wird weiter steigen“, sagt Jelen. Wachstumspotenzial sieht er insbesondere dort, „wo technische Qualität, nachhaltige Lösungen und digitale Services zusammenspielen“.
Auch Techem Austria-Geschäftsführer Karl Moll betont die strategische Bedeutung des Bereichs: „Wir sehen Wassertechnik als Schlüssel für nachhaltige Immobilien.“ Ziel sei es, Gebäude langfristig sicher, effizient und zukunftsfit zu betreiben.
