„Egal vor welchen Herausforderungen ich stehe – ich versuche immer, das Beste daraus zu machen.“ Nina Vierthaler, regionale Verkaufsleiterin, ÖAG/SHT Salzburg. | © Vierthaler
Alles begann mit einer Lehre bei der ÖAG, einem Einstieg, der mehr war als ein Berufsbeginn. Anschließend verbrachte ich zweieinhalb Jahre als Lageristin und Bürokauffrau in einem Installateurbetrieb, und diese Zeit hat mich geprägt wie kaum eine andere. Ich durfte erleben, wie Handwerksbetriebe von innen funktionieren, was Installateure in ihrem Alltag wirklich bewegt und wo der Schuh in der Praxis drückt. Dieses Wissen trägt mich bis heute. Nebenbei absolvierte ich berufsbegleitend die Berufsreifeprüfung am WIFI, nicht weil es jemand von mir verlangt hatte, sondern weil ich spürte, dass da noch mehr in mir steckt. Stillstand war noch nie mein Ding.
Seit fast 13 Jahren bin ich nun Teil der Frauenthal Handel Gruppe, und was mich von Anfang an fasziniert hat, ist der Vertrieb: die Menschen, die Dynamik, die tägliche Unberechenbarkeit. Kein Gespräch gleicht dem anderen. Jeder Kunde bringt eine eigene Geschichte mit, und genau darin liegt für mich die eigentliche Faszination dieses Berufs.
Respekt entsteht nicht von selbst
Als Frau in einer Branche, die lange von Männern geprägt war, stand ich am Anfang vor einer stillen Erwartungshaltung: Zeig erst, was du kannst. Ich habe mich davon nie lähmen lassen. Im Gegenteil, ich habe mir früh gesagt: Ich kann das. Ich schaffe das. Und bin Schritt für Schritt, mit Ehrgeiz, Konsequenz und einem klaren Kopf, meinen Weg gegangen.
Selbstbewusstsein, das habe ich gelernt, fällt einem nicht in den Schoß. Es wächst mit jeder schwierigen Marktphase, mit jedem anspruchsvollen Kundengespräch, mit jeder Verantwortung, die man übernimmt und trägt. Diese Erfahrungen haben mich nicht nur beruflich, sondern auch als Mensch weiterentwickelt.
Vertrieb als Berufung
Als regionale Verkaufsleiterin bewegt sich mein Alltag zwischen Kundengesprächen und Teamführung, zwischen Zahlen und Zielen, zwischen Angebotsnachverfolgung und strategischen Schwerpunkten. Was mich dabei am meisten antreibt, ist die Arbeit mit Menschen. Die schönsten Momente sind jene, in denen ich sehe, wie jemand im Team über sich hinauswächst, oder wenn wir gemeinsam einen Auftrag gewinnen, für den wir wirklich gekämpft haben.
Führung heißt: Raum geben
Führung bedeutet für mich vor allem eines: Menschen so zu begleiten, dass sie ihr Potenzial entfalten können. Ich versuche, den Arbeitsalltag trotz aller Anforderungen positiv und lösungsorientiert zu gestalten. Meine Begeisterung für dieses Unternehmen ist nicht gespielt, sie ist gewachsen. Und ich glaube, nur was echt ist, kann man auch weitergeben. Im Umgang mit Kunden wie mit Kolleginnen und Kollegen gilt für mich dasselbe: Jeder Mensch verdient einen individuellen Blick. Es gibt keine Schablone für gute Zusammenarbeit, und das macht diesen Beruf so lebendig.
Den Wandel annehmen, nicht abwarten
Die SHK-Branche ist in Bewegung. Digitalisierung, veränderte Marktbedingungen und ein wachsender Wettbewerbsdruck gehören längst zur Realität. Wer in diesem Umfeld erfolgreich sein will, muss bereit sein, sich zu bewegen, aktiv und nicht reaktiv. Gerade in turbulenten Zeiten braucht es Kundennähe, Klarheit und die Fähigkeit, Prioritäten zu setzen. Den Ausgleich finde ich bei meinem Partner und unserem Hund. Diese Ruhe ist nicht das Gegenteil meiner Arbeit, sie ist ihre Voraussetzung.
Jungen Frauen, die den Schritt in den Vertrieb oder in die SHK-Branche wagen möchten, gebe ich gerne drei Dinge mit: Ehrgeiz, Selbstbewusstsein und echten Teamgeist.
