Die e.nova versteht sich als Plattform für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Unternehmen und Institutionen. | © Hochschule Burgenland
Mehr als 220 Fachleute aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis trafen sich Ende Juni an der Hochschule Burgenland in Pinkafeld zur e.nova 2026. Im Mittelpunkt der internationalen Fachkonferenz standen aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Energie, Gebäude und Umwelt sowie der Austausch zwischen Forschung und Anwendung.
Plattform für Energiewende und Klimaschutz
Mit der e.nova setzt das Department Energie & Umwelt der Hochschule Burgenland seine langjährige Kongressreihe fort. Am 24. und 25. Juni diskutierten Expert:innen über intelligente Energie- und Klimastrategien, innovative Gebäudetechnik sowie nachhaltige Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft.
Thematisch reichte das Spektrum von Fernwärme, Wärmepumpen und Energiespeichern über Wasserstofftechnologien bis hin zu Energiegemeinschaften, intelligenten Stromnetzen und datenbasierten Optimierungsmethoden.
Forschung und Praxis im Dialog
Der Campus Pinkafeld gilt als Kompetenzzentrum für Gebäudetechnik, Energie und Umwelt. Neben mehr als 600 Studierenden arbeiten dort Forschende gemeinsam mit Unternehmen an praxisnahen Entwicklungsprojekten. Die Forschungsgebäude Lowergetikum und Energetikum bilden dafür die technische Infrastruktur.
Die e.nova versteht sich als Plattform für den Wissenstransfer zwischen Hochschulen, Unternehmen und Institutionen aus dem In- und Ausland. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs wurde eingebunden: Studierende sowie Schülerinnen und Schüler der HTL Pinkafeld und der HTL Mödling erhielten Einblicke in aktuelle Forschungsarbeiten und mögliche Berufsfelder.
Digitalisierung prägt Gebäudetechnik
Im Bereich Gebäudetechnik standen digitale Gebäude, energieeffiziente Sanierungen, Building Information Modeling (BIM), digitale Zwillinge sowie KI-gestützte Planungs- und Regelungsstrategien im Fokus.
Darüber hinaus wurden nachhaltige Quartiersentwicklung, Human-Centric Lighting, adaptive Gebäuderegelung sowie die Optimierung von Energieeffizienz und Nutzerkomfort diskutiert.
Klimaforschung und Transformation
Zu den Höhepunkten der Konferenz zählten die Keynotes von Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb sowie Tobias Pröll von der Universität für Bodenkultur Wien.
„Damals ging es darum, erneuerbare Energien weiterzuentwickeln und nutzbar zu machen. Das sind sie jetzt. Jetzt geht es darum, zu verstehen, dass es nicht eine reine technologische Transformation ist. Die Maßnahmen müssen in die Gesellschaft eingebettet sein“, sagte Helga Kromp-Kolb mit Blick auf ihren letzten Vortrag bei der e.nova vor rund 20 Jahren.
Erstmals als Green Meeting
Erstmals wurde die e.nova als offiziell zertifiziertes Green Meeting nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens durchgeführt. Regionales Catering, ressourcenschonende Organisation sowie Maßnahmen für eine nachhaltige An- und Abreise gehörten zum Veranstaltungskonzept.
Die wissenschaftlichen Beiträge erscheinen in einem digitalen Tagungsband. Die nächste e.nova ist bereits für den 23. und 24. Juni 2027 am neuen Campus Pinkafeld geplant.
