Zuletzt hatte der Verband den steigenden Speicherbedarf analysiert. | © PV Austria
Der Bundesverband Photovoltaic Austria (PV Austria) feiert sein 30-jähriges Bestehen. Aus einer 1996 gegründeten Arbeitsgruppe entwickelte sich die zentrale Interessenvertretung für Photovoltaik und Batteriespeicher in Österreich. Mit mittlerweile mehr als 470 Mitgliedern sieht sich der Verband gut für die kommenden Herausforderungen der Energiewende aufgestellt und setzt künftig noch stärker auf die Verbindung von Photovoltaik und Stromspeicherung.
Vom Branchenverband zum Kompetenzzentrum
Während sich der Verband in den Anfangsjahren auf Photovoltaik konzentrierte, rückte ab 2014 zunehmend auch das Thema Batteriespeicher in den Mittelpunkt. Aus Sicht von PV Austria gehören beide Technologien heute untrennbar zusammen.
„Die Zukunft der Energieversorgung liegt im gemeinsamen Ausbau der PV- und Batterieleistung. Der Verband ist zu einem Kompetenzcenter für Photovoltaik und Batteriespeicher geworden. Als solches setzen wir unseren bereits vor über zehn Jahren eingeschlagenen Weg nun weiter fort“, sagt Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender von PV Austria.
Mitglieder bewerten Interessenvertretung positiv
Anlässlich des Jubiläums führte PV Austria eine Mitgliederbefragung durch. Demnach sehen 89 Prozent der Befragten ihre Interessen durch den Verband gut oder sehr gut vertreten. Besonders positiv bewertet werden die Auswahl relevanter Themen, das Engagement des Verbands sowie die schnelle Bereitstellung von Informationen.
Auch die klare Positionierung gegenüber Politik und Gesetzgeber wird von vielen Mitgliedern hervorgehoben. Drei Viertel wünschen sich weiterhin rasch verfügbare und verständliche Informationen, knapp zwei Drittel messen einer wirkungsvollen Interessenvertretung besondere Bedeutung bei.
„Die große Zufriedenheit der Mitglieder bestätigt, dass die Arbeit des Verbands on Point und essentiell für die PV- und Speicherbranche ist“, sagt Paierl.
Vorstand erhält Verstärkung aus dem Speicherbereich
Um den wachsenden Stellenwert von Batteriespeichern abzubilden, erweitert PV Austria seinen Vorstand. Neu hinzugekommen sind Raphaela Hein (Enery Development GmbH) und Herbert Ruppitsch (Schmachtl GmbH), die künftig ihre Expertise im Bereich Stromspeicherung einbringen.
Zuletzt hatte der Verband den steigenden Speicherbedarf analysiert. Laut PV Austria könnten bereits 16 Gigawattstunden Batteriekapazität dazu beitragen, PV-Überschüsse besser zu nutzen und Strompreisspitzen in den Abendstunden zu reduzieren.
Photovoltaik-Ausbau deutlich beschleunigt
Der Ausbau der Photovoltaik in Österreich hat sich in den vergangenen Jahren stark beschleunigt. Während 1996 lediglich 1,7 Megawatt installiert waren, überschritt Österreich 2016 erstmals die Marke von 1.000 Megawatt. Heute liegt die installierte Leistung bereits bei mehr als 10.000 Megawatt. Rund 600.000 PV-Anlagen erzeugen inzwischen Solarstrom.
Gemeinsam mit einer Batteriekapazität von rund 3,2 Gigawattstunden deckt Photovoltaik derzeit rund 15 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. Bis 2040 werden 41.000 Megawatt PV-Leistung sowie mindestens 17 Gigawattstunden Speicherkapazität angestrebt.
