Die Staatssekretärin sagte zu, Vertreter der Branche in die Ausarbeitung des neuen Systems einzubinden. | © Annika Altenberger/BMWET
Die Bundesregierung will das Fördersystem für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher grundlegend überarbeiten. Nach einem Gespräch mit dem Photovoltaik-Unternehmen Hansesun kündigte Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner an, dass ein Entwurf für die neue Förderstruktur noch vor dem dritten Fördercall am 8. Oktober vorliegen soll.
Zugleich sagte die Staatssekretärin zu, Vertreter der Branche in die Ausarbeitung des neuen Systems einzubinden. Dazu soll ein Expertengremium des Bundesministeriums für Wirtschaft, Energie und Tourismus eingerichtet werden.
Branche soll Reform mitgestalten
Hansesun wird nach eigenen Angaben als Vertreter der Photovoltaikbranche Teil des Expertengremiums sein. Das Unternehmen sieht darin die Chance, seine Praxiserfahrung in die Neugestaltung der Förderlandschaft einzubringen.
„Wir sind uns einig, dass das aktuelle System grundlegend geändert werden muss und freuen uns, dass wir den Neustart jetzt aktiv mitgestalten dürfen. Diese Zusage zeigt, dass sich unser Einsatz lohnt“, sagt Andreas Müller, Sprecher von Hansesun.
Auch Hannes Wultschnig, Geschäftsführer von Hansesun Tirol, fordert ein einfacheres Verfahren: „Als Stimme aus der Praxis werden wir uns weiterhin für eine vernünftige und unbürokratische Lösung einsetzen – im Sinne der Energiewende und für alle unsere Kundinnen und Kunden.“
Forderung nach mehr Planungssicherheit
Nach Angaben von Hansesun stand beim Treffen auch die Situation von rund 25.000 abgelehnten Förderanträgen zur Sprache. Das Unternehmen sprach sich gegenüber der Staatssekretärin für eine faire Lösung für die betroffenen Antragsteller aus.
Unabhängig von der geplanten Reform will Hansesun Interessierte auch beim nächsten Fördercall am 8. Oktober bei der Vorbereitung und Einreichung ihrer Anträge unterstützen.
„Wir werden uns als Experten für eine unbürokratische Förderung einsetzen, die den Ausbau der Photovoltaik beschleunigt und für die vielen Interessierten Sicherheit bringt“, betont Andreas Müller.
