FH Burgenland: Projekte in Tansania geplant

14.12.2017 | News

Begonnen hat das besondere Projekt von FH und Forschung Burgenland vor mehreren Jahren, als ein Student des Departments Energie-Umweltmanagement seine Abschlussarbeit über die Möglichkeit schrieb, eine kleine Ortschaft ohne elektrischen Strom in der Subsahara mit erneuerbarer Energie zu versorgen.

Dem Engagement des Lektors Günter Wind ist es zu verdanken, dass Jahre später immer noch an der Verbesserung der Lebensbedingungen für die Einwohner von Luduga und der ganzen Region gearbeitet wird. Mittlerweile bringt auch das Department Soziales und Wirtschaft der FH Burgenland seine Expertise ein. Projekte mit der Technischen Universität von Mbeya sind geplant. Im Herbst 2017 war Günter Wind mit Forschung- Burgenland-Mitarbeiterin Doris Rixrath zu Gesprächen und weiteren Datenmessungen wieder vor Ort. "Unzuverlässige Stromversorgung und das mangelnde Waste Management – also der umweltbelastende Umgang mit Müll – stellen für die Bevölkerung massive Probleme dar", erklärt die Expertin. Vor Ort nahm Rixrath ihre Rolle als offizielle Vertretung der Fachhochschule Burgenland wahr und festigte die Kontakte zur TU in Mbeya.  Photovoltaik sei kein neues Konzept in Tansania, erklärt Wind. "Im Elektrofachhandel gibt es Solarpanele zu kaufen, oft sogar im Set mit dem dazu passenden TV-Gerät und Satellitenschüssel. Ein Problem, das wir in Mitteleuropa allerdings nicht kannten, ist, dass die Solarpanele in Afrika durch den Staub stark verschmutzen und keine Leistung mehr bringen können. Da ja auch das Wasser knapp ist, wäre die Entwicklung von wassersparenden Reinigungsverfahren für Photovoltaikmodule ein erster Ansatz." Doris Rixrath wird sich weiter mit einem Waste Management Projekt rund um landwirtschaftliche Reststoffe beschäftigen. "In der Gegend um Luduga wird viel Reisanbau betrieben", erzählt sie. "Ernteabfallprodukte wie z.B.: Reisschalen könnten gut zur Energiegewinnung genutzt werden", ist sie überzeugt. Die mitgenommenen Proben werden aktuell im Labor der FH Burgenland in Pinkafeld untersucht. Die FH Burgenland kann die Technische Universität in Mbeya in vielerlei Hinsicht unterstützen", meint Rixrath. Das Department Wirtschaft hat angeboten, bei Businessplänen behilflich zu sein. Lehrenden- sowie Studierendenmobilität stellt für beide Seiten eine spannende Option dar und auch Bildungsexporte – also das Transferieren von Studiengängen der FH Burgenland an die afrikanische Hochschule – werden überlegt. "Wenn die Kooperation sich auch künftig fruchtbar entwickelt, werden wir uns langfristig in der Region engagieren", sagt Michael Roither, Vizerektor für Internationales der FH Burgenland. "Ziel ist nachhaltiges, vielschichtiges Engagement in einer Projektregion. Zu oft werden solche Aktivitäten aktionistisch betrieben, was vor Ort kaum nachhaltige Verbesserungen bringt. Die Verknüpfung von verschiedensten Aktionsbereichen und die Einbindung vieler Akteurinnen und Akteure aus der Hochschule, aber auch der Zivilgesellschaft in beiden Ländern, kann einen echten Effekt erzielen." 

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