Wasserschaden: Wenn der Versicherungsschutz gefährdet ist

27.05.2019 | News

Die Ursachen für Wasserschäden sind vielfältig – ebenso die Anbieter und Arten von Versicherungen, die für etwaige Sanierungskosten aufkommen. Martin Zagler, Geschäftsführer von Soluto und Experte für Wasserschadensanierung, informiert über die relevanten Versicherungen und erklärt, welche Kosten übernommen werden – und wann man bei einem Wasserschaden unterversichert ist.

In österreichischen Haushalten kommt es jährlich zu etwa 105.000 Wasserschäden. Dabei reicht das Spektrum von kleinen Schäden durch eine defekte Waschmaschine bis zu Zerstörungen von ganzen Häusern durch Überschwemmungen. Dabei sind die meisten österreichischen Haushalte unterversichert, denn eine einfache Haushaltsversicherung übernimmt nicht immer die Kosten für Wasserschäden. „Nicht nur der Ursprung, sondern auch das Ausmaß der Schäden bestimmt, welche Versicherung für die Kosten aufkommt“, weiß Martin Zagler, Geschäftsführer von Soluto. Neben der Haushaltsversicherung, sind die Haftpflicht- und die Gebäudeversicherung, die wichtigsten Versicherungsarten, die bei Wasserschäden in Frage kommen. 

Die Haushaltsversicherung deckt nur Leitungswasserschäden ab
Bei Wasserschäden, die den Hausrat betreffen, kommt die Haushaltsversicherung auf. Somit sind zerstörte Möbelstücke und Einrichtungsgegenstände versichert, sofern der Wasserschaden durch eine defekte Leitung entstanden ist. „Die Haushaltsversicherung kommt nur für Schäden auf, die den Austritt von Leitungswasser verursachen. Also auch, wenn die Waschmaschine ausläuft oder die Abwasserrohre undicht sind. Schäden durch Überschwemmungen oder ein undichtes Aquarium werden nicht von der einfachen Haushaltsversicherung getragen“, erklärt Zagler. Eine erweiterte Haushaltsversicherung – auch Elementarversicherung genannt – übernimmt auch Kosten, die durch Überschwemmungen und andere Umwelteinflüsse entstanden sind.

Haftpflichtversicherung: die wichtigste Absicherung bei Wasserschäden
Sollte der Wasserschaden beispielsweise Wohnungen betreffen, die unter der eigenen liegen, ist die Haftpflichtversicherung relevant. „Die Haftpflichtversicherung ist neben der Haushaltsversicherung die wichtigste Absicherung bei Wasserschäden. Ein großer Wasserschaden kann schnell für Wasserflecken in benachbarten, insbesondere darunterliegenden Wohnungen sorgen“, so Zagler.

Gebäudeversicherung: wenn das Gebäude vom Wasserschaden betroffen ist
Sollte es durch den Wasserschaden zu Schäden am Gebäude kommen, greift die Gebäudeversicherung. Das gilt auch für fest installierte Gebäudeteile wie sanitäre Anlagen, die durch die Haushaltsversicherung nicht abgedeckt sind. Voraussetzung dafür ist, dass das Gebäude auch tatsächlich genutzt wird und nicht leer steht. „Die Gebäudeversicherung ist zwar nicht verpflichtend, aber sinnvoll. Im Ernstfall gegen Elementarschäden durch Brand und Wasser versichert zu sein, kann im späteren Ernstfall viel Ärger ersparen“, weiß Martin Zagler aus Erfahrung.
In allen Fällen gilt: Die Versicherung kommt nur dann auf, wenn der Wasserschaden nicht vorsätzlich hervorgerufen wurde. Des Weiteren ist zu beachten, dass die oben genannten Versicherungsmodelle für Privathaushalte gelten – bei gewerblich genutzten Immobilien sollten sich Immobilienbesitzer über notwendige Versicherungen und etwaige Auflagen für die Versicherung von Wasserschäden informieren. Schnelles Handeln im Falle eines Wasserschadens ist unerlässlich, da die Schäden in Folge zu Schimmelbildung führen können. Durch die Sanierung von Schäden durch Schimmelbefall kommen wieder Mehrkosten auf, die durch rechtzeitiges Handeln vermieden werden können.

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