Editorial 9_2012

26.09.2012 | News

Wir fordern: Quotenregelung für Damentoiletten!

Warum sind Damentoiletten eigentlich immer gleich groß wie Herrentoiletten? Das mag auf den ersten Blick logisch wirken – ist es aber nicht, und außerdem total ungerecht. Nehmen wir doch mal eine öffentliche Toilettenanlage her, wie wir sie auf Autobahnraststätten, in Wirtshäusern oder am Flughafen finden. Nehmen wir an, auf der Damentoilette sind acht Kabinen. Am Herrenklo haben wir auf derselben Fläche drei Kabinen, aber acht bis zehn Pissoirs. Grob gesagt können also auf der gleichen Grundfläche immer um die Hälfte mehr Männer ihr Geschäft verrichten als Frauen auf einer gleich großen Damentoilettenanlage. Die Folgen können wir beobachten, wenn ein Bus bei einer Raststation hält oder ein Flugzeug landet und die Passagiere den Terminal stürmen: Lange Schlangen vor der Damen­toilette, während die Herren ihre Blase locker flockig fast im Vorübergehen erleichtern können. Denn natürlich hat uns Männern die Evolution auch den Vorteil mitgegeben, dass das Wasser lassen im Stehen einfach schneller geht. Überhaupt im vollbekleideten Zustand. 

Ja, und dann machen meine Geschlechtsgenossen immer dieselben Witze über dieses Thema: Warum Frauen so lange brauchen, während die flotten Herren der Schöpfung schon längst fertig sind. Warum Frauen immer zu zweit aufs Klo gehen – damit sie wen zum Tratschen haben, wo sie doch so lange brauchen. Und so weiter und so fort. Diese Witze kennen Frauen meist nicht, weil sie ja noch am Klo sind, während Männer schon längst wieder zurück sind und beim Bier Zeit zum Herumflachsen haben. Ich bin ja sehr für Gleichberechtigung, aber bei den öffentlichen Toilettenanlagen ist halbe-halbe einfach nicht sinnvoll. Weil es die Männer eindeutig bevorzugt.

Drum schlage ich vor, ein Experiment zu wagen. Dafür brauche ich aber Ihre Unterstützung. Wenn Sie also das nächste Mal eine öffentliche Toilettenanlage einrichten sollen und im Rohbauplan, sagen wir mal, 50 m2 für beide Anlagen vorgesehen sind, dann probieren Sie doch mal aus, die Flächen nicht stur 25:25 m2 aufzuteilen, sondern 30:20 m2, planen Sie Kabinen und Pissoirs entsprechend ein und schlagen Sie das dem Bauherren vor. Wenn der Bauherr gar eine Bauherrin ist: Wetten, die ist sofort auf Ihrer Seite und schließt Sie außerdem tief in ihr Herz? Allen ist damit geholfen: Der Reisebus kann nach der Pinkelpause früher wieder abfahren, die Ehepaare kommen entspannt gemeinsam zur Gepäckausgabe, und die Frauen sind im Restaurant früher wieder am Tisch zurück. 

Seien wir doch ehrlich: Immer dieselben Altherrenwitze werden doch irgendwann sowieso langweilig. Übrigens, kennen Sie den? „Zwei Blondinen gehen auf die Toilette …“ … …. Gäääähn!!!

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