Auftakt zur Energiewende bei Hüppe

05.12.2024 | News

Ammerländer Industrieunternehmen setzt zunehmend auf nicht-fossile Energieträger – Solar-Kraftwerk in Betrieb genommen: Seit dem 12. November 2024 nutzt der Ammerländer Duschplatzspezialist Hüppe Strom aus einem dachgestützten Solarkraftwerk, das auf drei seiner Werkshallen im Gewerbegebiet Kayhauserfeld installiert worden ist. Insgesamt 5.500 Quadratmeter misst die Fläche, die die insgesamt 1.872 Photovoltaik-Module des Kraftwerks belegen.

Rund 670.000 kWh Strom wird die Anlage pro Jahr mit Hilfe der Sonne komplett emissionsfrei erzeugen – dies entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von annähernd 200 Vier-Personen-Haushalten in Deutschland. Damit werden wir zunächst etwas mehr als 30 Prozent unseres Strombedarfs decken“, sagt Hüppe CFO Michael Amende. Durch Optimierungen im Betrieb und Umstellung von bisher mit Gas betriebenen Anlagen auf Alternativen, die mit klimafreundlich erzeugtem Strom laufen, soll dieser Anteil mittelfristig auf 40 Prozent ansteigen. So sollen etwa künftig verstärkt strombetriebene Flächen- und Infrarotheizungen für die nötige Raumwärme sorgen.

Weniger CO2

Unser Ziel ist es, fossile Energieträger schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen, die wir selbst produzieren“, erläutert Michael Amende. Derart will sich der Mittelständler ein Stück unabhängiger vom Strom- und Gasmarkt machen – mit Kostenvorteilen, die der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zugute kommen. Zugleich reduziert Hüppe mit dem Solarstrom seine direkten Treibhausgasemissionen weiter. „Im Vergleich zum Referenzjahr 2020 haben wir 2023 unseren direkten Kohlendioxid-Ausstoß bereits um 28 Prozent gesenkt. Mit der Nutzung unseres Solarstroms wollen wir den nächsten Schritt gehen“, betont der Hüppe Finanzchef. „Damit leisten wir einen aktiven Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland und tragen so auch unserer gesellschaftlichen Verantwortung Rechnung.“.

Investorenmodell

Begonnen haben die Planungen für das Hüppe Solarkraftwerk bereits im Herbst 2021. Das Energie- und Qualitätsmanagement des Industrieunternehmens hat sich auf der Suche nach der optimalen Lösung für ein Investorenmodell entschieden. Detailplanung, Errichtung und Genehmigungsprozess sind durch die IEU Solar & Stromspeicher GmbH aus Bad Wiessee sozusagen schlüsselfertig erfolgt. Der Betrieb der PV-Anlage obliegt der Solar Direktinvest GmbH mit Sitz in Nürnberg, die die Dachflächen vom Bad Zwischenahner Sanitärhersteller zu diesem Zweck gepachtet hat. Im Gegenzug kauft Hüppe zu einem Vorzugspreis „grünen“ Solarstrom vom Betreiber ein. Wenn sich dieses Modell in der Praxis bewährt, ist ein Ausbau des Solarkraftwerks durchaus vorstellbar. „Ausreichend Dachfläche steht dafür in jedem Fall zur Verfügung. Doch wir wollen jetzt erst einmal Erfahrungen im Betrieb sammeln“, erklärt Michael Amende. „Auf dieser Basis werden wir dann entscheiden, inwieweit eine Erweiterung in naher Zukunft in Frage kommt.“ Eine umfassende Entbürokratisierung des Planungs- und Genehmigungsprozesses könne dabei helfen. „Installiert und betriebsbereit waren die PV-Module nämlich schon seit November 2022“, betont der Hüppe Geschäftsführer. Die Notwendigkeit zur Einbindung zahlreicher Ämter, Behörden und Verbände sowie Netz- und Messstellenbetreiber hat den Inbetriebnahmeprozess erheblich in die Länge gezogen: „Wir hätten sehr gern schon deutlich früher unseren klimafreundlichen Strom genutzt.

„Unser Ziel ist es, fossile Energieträger schrittweise durch erneuerbare Energien zu ersetzen, die wir selbst produzieren“, erläutert Hüppe CFO Michael Amende. Derart will sich das Ammerländer Industrieunternehmen ein Stück unabhängiger vom Strom- und Gasmarkt machen – mit Kostenvorteilen, die der eigenen Wettbewerbsfähigkeit zugute kommen

Mehr Informationen unter hueppe.com

Tags:

Anzeigen

Anzeigen

Newsletter

Aktuelle Events

  • Energiesparmesse Wels

    25.2. bis 1.3.2026 // Messe Wels Die Energiesparmesse in Wels

  • light + building

    08.03.2026 | Frankfurt Architektur und Technik verändern sich weltweit – getrieben von Digitalisierung, Urbanisierung und dem Ziel der Klimaneutralität. Sie prägen heute, wie Städte wachsen, Gebäude genutzt und Räume gestaltet werden. Vom 8. bis 13. März 2026 rückt die Light + Building in Frankfurt am Main zentrale Zukunftsfragen der Licht- und Gebäudetechnik in den Mittelpunkt. Drei Top-Themen geben die Richtung vor, in die sich die gebaute Welt aktuell und künftig entwickelt: „Sustainable Transformation“, „Smart Connectivity“ und „Living Light“.

  • ACO Fachseminar Regenwasser in Linz

    10.3.2026 // Hotel Courtyard by Marriott, Europaplatz 2, 4020 Linz

Melden Sie sich hier an, um laufend die aktuellsten News zu erhalten.