Der Textildienstleister Mewa bietet Handwerks- und Industriebetrieben einen Rundum-Service für Berufsbekleidung. | © Mewa
Der Fachkräftemangel zwingt Unternehmen in Handwerk und Industrie zunehmend dazu, auch vermeintlich kleine Aspekte des Arbeitsalltags als Arbeitgeberleistung zu betrachten. Dazu zählt die Berufsbekleidung: Wird deren Beschaffung, Reinigung, Reparatur und Austausch zentral organisiert, kann dies Beschäftigte entlasten und zugleich interne Prozesse vereinfachen.
Der Textildienstleister Mewa sieht deshalb im professionellen Bekleidungsmanagement nicht nur eine organisatorische Dienstleistung, sondern auch einen möglichen Baustein des Employer Brandings. Gerade in Branchen, in denen Arbeits- oder Schutzkleidung zum Alltag gehört, können solche unmittelbar spürbaren Leistungen bei der Gewinnung und Bindung von Fachkräften an Bedeutung gewinnen.
Arbeitgeberattraktivität zeigt sich im Arbeitsalltag
Während Unternehmen bei Büroarbeitsplätzen etwa mit Homeoffice oder flexiblen Arbeitszeiten um Beschäftigte werben können, sind die Möglichkeiten in Berufen mit zwingender Präsenz eingeschränkter. Umso wichtiger werden dort Leistungen, die den Arbeitsalltag konkret erleichtern.
Bei einem gemanagten Textilservice erhalten Beschäftigte ihre benötigte Berufsbekleidung über den Arbeitgeber. Mewa übernimmt dabei unter anderem Abholung, Aufbereitung, Reparatur, Austausch und erneute Bereitstellung. Für die Mitarbeitenden entfällt damit insbesondere die private Reinigung und Pflege der Kleidung.
Dass solche Leistungen bei neuen Beschäftigten wahrgenommen werden, berichtet Bettina Zopf, Geschäftsführerin der Heitz GmbH & Co. KG: „Zwei Mitarbeitende, die hier frisch angefangen haben, haben direkt angeboten, die Kleidung selbst zu waschen. Sie waren völlig überrascht, dass sie das hier nicht müssen. Das ist auf jeden Fall ein Argument.“
Berufsbekleidung als Argument im Recruiting
Auch in Bewerbungsgesprächen kann die organisierte Ausstattung mit Arbeitskleidung eine Rolle spielen. „In Vorstellungsgesprächen kommt das positiv an. Die Aussicht: Du kriegst die Arbeitskleidung und Sicherheitsschuhe gestellt und musst dich um nichts kümmern. Nichts waschen, nichts trocknen, nichts ausbessern. Einfach in den Kleidersack damit und fertig. Das finden vor allem junge Leute gut!“, sagt Axel Herrmann, Geschäftsführer der Rainer Herrmann GmbH.
Damit wird aus einer betrieblichen Notwendigkeit eine zusätzliche Arbeitgeberleistung. Im Unterschied zu klassischen Employer-Branding-Maßnahmen ist sie für Beschäftigte unmittelbar und regelmäßig erlebbar.
Entlastung auch für betriebliche Abläufe
Ein ausgelagertes Bekleidungsmanagement kann zugleich administrative Aufgaben im Unternehmen reduzieren. Wiederkehrende Prozesse wie Reinigung, Hygienekontrollen, Reparaturen oder Ersatzbeschaffung werden an einen Dienstleister übertragen und damit planbarer.
Besonders für Unternehmen mit größeren Belegschaften oder verbindlichen Anforderungen an Arbeits- und Schutzkleidung kann dies interne Ressourcen entlasten. Der Nutzen eines Textilservices liegt damit nicht allein im Recruiting: Er verbindet eine konkrete Leistung für Beschäftigte mit der Standardisierung wiederkehrender betrieblicher Abläufe.
