Bewährte Technik und gute Planung

02.07.2019 | Heizung, News, TOP Heizung

Dank intelligenter Speichertechnik wurden eine alte Heizung und die Warmwasseraufbereitung effizient saniert.

Planer sind verpflichtet, zentrale Trinkwasser-Erwärmungsanlagen – kurz TWE-Anlagen – gemäß ÖNORM B 5019 (auch als Hygienenorm bezeichnet) zu ­planen. Der Anlagenbetreiber wiederum ist verpflichtet, diese Anlage entsprechend ­dieser Norm zu betreiben. Das Technische Büro Stampfer – Inge­nieurbüro für Gebäudetechnik – aus Salzburg, ist nicht nur Planer, sondern bietet über sein Unternehmen ECA (Energy Consulting Austria) auch ein Online-Monitoring samt Anlagenoptimierung an. Über dieses Monitoring kann der Betrieb der zentralen TWE-Anlage lückenlos dokumentiert und bei ­Bedarf entsprechend optimiert werden.
Ing. Dietmar Stampfer: „Dieses Monitoring kann unter Umständen ein echter Segen für den Anlagenbetreiber sein, speziell dann, wenn in einer Wohnanlage ein Krankheitsfall, wie z. B. Legionellose, auftritt. Bei einem nachgewiesenen, normgemäßen Betrieb der zentralen TWE-Anlage scheidet nämlich der Anlagenbetreiber als unmittelbarer Verursacher dieses Krankheitsfalls aus.“ Die Praxis zeigt, dass dieses wichtige Gesundheitsthema bei ­vielen Anlagenbetreibern nicht in der vollen Tragweite erkannt wird. Viele bestehende zentrale TWE-Anlagen sind daher weit weg von einem normgemäßen Betrieb. Das Technische Büro Stampfer beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit der normgemäßen Sanierung von veralteten zentralen TWE-Anlagen. Oberste Prämisse bei der Planung ist die Einhaltung der ÖNORM B 5019, wobei unter anderem speziell darauf geachtet wird, dass der Warmwasserinhalt und die Energie­verluste bei der zentralen Trinkwasser­erwärmung drastisch reduziert werden.

Mit Link3 alle Anforderungen erfüllt
Ing. Stampfer: „Mit dem Link3-Speicher­system können diese Anforderungen perfekt erfüllt werden. Wir haben das Link3-System bei der Sanierung der zentralen TWE-Anlage im Objekt Hellbrunnerstraße 7b+9 in Salzburg erstmals eingesetzt.“ Das Objekt wird von der Heimat Österreich verwaltet. Die Installationsarbeiten wurden von Flotzinger & Brenner GmbH aus Salzburg ausgeführt. Es werden insgesamt 42 Wohneinheiten mit Heizung und Warmwasser versorgt, wobei die hydraulischen ­Verhältnisse äußerst anspruchsvoll sind. Das in die Jahre gekommene, 45 Wohneinheiten umfassende Gebäude mitten in Salzburg ist ausgestattet mit einer Einrohrheizung (25 m3/h). Von Haus aus gilt diese Heizung als Anlage, welche aufgrund der vorherrschenden Hydraulik nur mit hohen Temperaturen zu Legionellensicherheit ­betrieben werden kann. Manuel Flotzinger, Geschäftsführer in zweiter Generation der Flotzinger & Brenner GmbH, war für die Empfehlungen von Ing. Dietmar Stampfer sofort offen: „Die etwas andere Anschluss­situation der Link3-Technik hat bei den ­Monteuren ein Umdenken erfordert. Hat man es aber einmal umgesetzt, weiß man, worum es geht.“ Link3 ist eine Technologie, welche statt Pumpen, Ventilen, Schaltelementen und Regelungsaufwand vielleicht etwas mehr Ver­rohrung benötigt. Diese unterliegt aber dafür keiner Wartung und Instandhaltung – das ist ein großes Plus in Sachen Lebenszyklus­kosten. Erstaunlich war die Inbetriebnahme: Ohne großen Aufwand für die Einregulierung funktioniert die Link3-Technik so, als wenn man das Licht einschaltet. Die Bekanntschaft zwischen Dietmar Stampfer und Link3-Konsulent Ing. Erich Lindner führte zum Erstgespräch und schließlich zum Einsatz von Link3. Mit nur zwei Powerlink parallel verschalten, wird die Versorgung der Heizung und die Warm­wasserbereitung hydraulisch kombiniert. Durch die vorgegebene Heizungsabgabe wird das Speichersystem im oberen Bereich stets auf einer Stütztemperatur von mindestens 63° C gehalten. Damit ist die Hygienesicherheit ganzjährig gewährleistet und in der Heizperiode auch die notwendige ­Temperatur für die Einrohrheizung. Ing. Dietmar Stampfer: „Auf diesem Weg gelingt es, zumindest ein halbes Jahr lang die effiziente Brennwerttechnik des 180 kW ­starken Gaskessels zu nutzen, und das bei Temperaturunterschieden von bis zu 50 °K.“

Lesen Sie den ungekürzten Artikel ab Seite 38 in der aktuellen Ausgabe 7-8/2019!

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