Der neue Campus in der Brigittenau soll bis zum Schuljahr 2028/29 in Betrieb gehen. | © Arge Klammer Zeleny / Kronaus Mitterer Architekten
Wien treibt den Ausbau seiner Bildungsinfrastruktur weiter voran: Für den geplanten Bildungscampus am ehemaligen Nordwestbahnhof ist der Zuschlag im Vergabeverfahren gefallen. Eine Bietergemeinschaft aus STRABAG Real Estate, HYPO NOE und CAVERION wird das Projekt realisieren und betreiben. Der entsprechende Public-Private-Partnership-Vertrag (PPP) wurde bereits unterzeichnet.
Der neue Campus in der Brigittenau soll bis zum Schuljahr 2028/29 in Betrieb gehen und Platz für rund 1.600 Kinder bieten.
Großprojekt für den Bildungsstandort Wien
Das Projekt ist Teil des Wiener Neubauprogramms für Bildungseinrichtungen (BIENE II) und umfasst ein breites Angebot: Geplant sind ein Kindergarten mit zwölf Gruppen, eine Volks- und Mittelschule mit insgesamt 33 Klassen sowie eine Sonderschule mit acht Klassen. Ergänzt wird der Campus durch eine Musikschule, Sport- und Kreativräume sowie Therapiebereiche.
Mit dem Vorhaben reagiert die Stadt auf den steigenden Bedarf an Bildungsplätzen im wachsenden Stadtteil rund um den Nordwestbahnhof.
PPP-Modell regelt Planung bis Betrieb
Die Umsetzung erfolgt im Rahmen eines Public-Private-Partnership-Modells. Das Konsortium übernimmt dabei Planung, Bau, Finanzierung sowie den Betrieb der Anlage.
Für die Errichtung sind STRABAG AG und CAVERION verantwortlich. Nach Fertigstellung übernimmt CAVERION das Facility Management und den technischen Betrieb des Gebäudes für eine Laufzeit von 25 Jahren.
Finanzierung breit aufgestellt
Die Finanzierung des Projekts basiert auf einer Kombination aus Eigenmitteln des Konsortiums und Fremdkapital. Beteiligt sind unter anderem die DZ Bank AG sowie die Europäische Investitionsbank (EIB), die parallel zum PPP-Vertrag entsprechende Finanzierungsvereinbarungen abgeschlossen haben.
Infrastrukturprojekt mit langfristiger Perspektive
Mit dem Bildungscampus Nordwestbahnhof setzt Wien auf ein integriertes Modell aus Bau, Finanzierung und Betrieb durch private Partner. Gleichzeitig entsteht ein zentraler Bildungsstandort für einen der größten Stadtentwicklungsräume der kommenden Jahre.
