Bosch nimmt neue Methanol-Infrastruktur in Hallein in Betrieb. | © Bosch / APA Fotoservice / Franz Neumayr
Die Robert Bosch AG hat Mitte Juli am Standort Hallein eine neue Methanol-Infrastruktur in Betrieb genommen. Mit der Investition schafft das Unternehmen die Voraussetzungen, Einspritzsysteme für alternative Kraftstoffe weiterzuentwickeln und zu testen. Insgesamt investiert Bosch 52 Millionen Euro in den Ausbau von Entwicklung und Fertigung am Salzburger Standort.
Kompetenzzentrum für Großmotoren
Hallein ist innerhalb der Bosch-Gruppe das weltweite Kompetenzzentrum für Großmotoreneinspritzsysteme. Dort entwickelte Common-Rail-Systeme kommen unter anderem in der Schifffahrt, im Schienenverkehr und in stationären Energieanlagen zum Einsatz. Künftig sollen sie verstärkt für alternative Kraftstoffe wie Methanol, Wasserstoff und Ammoniak weiterentwickelt werden.
„Hallein steht seit Jahrzehnten für technologisches Know-how und industrielle Kompetenz. Die neue Methanol-Infrastruktur und die damit verbundenen Ausbauvorhaben sind ein klares Bekenntnis zum Standort Hallein. Sie stärken unsere technologische Kompetenz und schaffen langfristige Perspektiven für unsere Belegschaft“, sagte Amandeep Singh, kaufmännischer Leiter des Bosch-Werks Hallein.
Fokus auf CO₂-neutrale Kraftstoffe
Mit der neuen Infrastruktur will Bosch die Entwicklung klimafreundlicher Antriebslösungen im Großmotorensegment beschleunigen. Alternative Kraftstoffe gelten insbesondere dort als wichtige Option, wo batterieelektrische Antriebe an technische Grenzen stoßen.
„Mit der neuen Methanol-Infrastruktur schaffen wir die Voraussetzungen, diese Technologien weiterzuentwickeln und für den Einsatz bei unseren Kunden zur Serienreife zu bringen. Damit Innovationen wie diese auch künftig in Österreich erfolgreich umgesetzt werden können, braucht es wettbewerbsfähige und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen“, erklärte Stefan Schenk, Leiter des weltweiten Bosch-Geschäfts für Großmotoreneinspritzsysteme.
Bedeutung für den Industriestandort Salzburg
Auch aus Sicht des Landes Salzburg ist das Projekt ein Signal für den Wirtschaftsstandort. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler bezeichnete die Investition als Beispiel dafür, wie industrielle Transformation und wirtschaftlicher Erfolg miteinander verbunden werden können.
An der Eröffnung nahmen neben Karoline Edtstadler unter anderem Bürgermeister Alexander Stangassinger, Bezirkshauptfrau Monika Vogl, WKS-Vizepräsidentin Marianne Kusejko, IV-Salzburg-Geschäftsführerin Irene Schulte sowie AK-Salzburg-Präsident Peter Eder teil. Gemeinsam informierten sie sich über die neuen Entwicklungsmöglichkeiten für alternative Kraftstoffe.
