Gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Steirischen Landesinnung (li.) Johannes Weiß ist LIM Anton Berger für seine steirischen Installateure –aber auch österreichweit als Bundesinnungsmeister-Stv. – höchst aktiv.
Wir sprachen mit dem steirischen LIM und BIM Stv. Anton Berger u. a. über die notwendigen Förderungen, die in der Steiermark guten Lehrlingszahlen sowie die Relevanz des Blickwinkels:
Wie beurteilen Sie Chancen und Risiken des Jahres 2025?
Berger: Das heurige Jahr wird wesentlich schlechter geredet, als es tatsächlich ist. Märkte haben sich verschoben aber es ist dank intensiver Bemühungen durch die Standesvertreter gelungen, an den Schrauben der Wirtschaft ein wenig in die richtige Richtung zu drehen.
Was sind die wichtigsten Herausforderungen der Landesinnung dieses Jahr?
Berger: Nun ja, die Wahlen sind geschlagen – jetzt geht es um die Zielsetzung für die kommende Periode. Hiezu braucht es eine gute Abstimmung und einen engagierten Ausschuss. Für ersteres bin ich zuständig und das zweite konnte ich in der Steiermark gut organisieren – ich bin hochmotiviert!
Wirtschaftskrise und Baukonjunktur – wie wird sich das in Ihrem Bundesland entwickeln?
Berger: Hiezu kann ich nur sagen, dass in unserer Branche die Talsohle durchschritten ist und die Zeichen ganz eindeutig auf wirtschaftliche Erholung stehen. Die Prognosen sind ja auch für die Sparte Gewerbe und Handwerk, langfristig gesehen, positiv. Meine Kollegen in der schönen Steiermark sind – soweit ich es vernommen habe – gut ausgelastet und das beruhigt auch mich sehr.
Worauf kann sich die Branche freuen?
Berger: Ich hoffe auf ein rasch greifendes, langfristiges Konzept für die Förderung der RAUS-AUS-ÖL-Leistungen. Ich gehe davon aus, dass dieses Konzept noch im März definiert wird (Stand Interviewdatum 13.3.!) und dann unmittelbar darauf auch beschlossen wird. Wichtig ist, dass es eine langfristige Darstellung gibt – wenn es sein muss auch mit einem Ablaufdatum. Dadurch entstünde endlich Planbarkeit.
Wie eng arbeitet Ihre Landesinnung mit anderen Bundesländern zusammen bzw. was kann man bei einem Blick über den Tellerrand lernen?
Berger: Wir als steirische Landesinnung versuchen, sehr engagiert mit den anderen Landesinnungen zusammenzuarbeiten. Oftmals stört hier der Arbeitsalltag ein wenig – aber eigentlich läuft das schon recht gut.
Zudem soll es bald einen bundesweiten Workshop mit allen neu gewählten im Gremium geben. In diesem Workshop soll es um die Tools, die wir in den letzten Jahren installiert haben gehen, und wie diese am besten zu nutzen sind. Außerdem wird der Austausch einem gemeinsamen Kennenlernen dienen.
Gibt es Vernetzungen mit anderen Innungen (Metaller, Rauchfangkehrer, Fliesenleger o. ä.)? Wenn ja, welche?
Berger: Hier kann ich nur von der Steiermark sprechen – da ist die Vernetzung einfach fantastisch. Das hängt aber Bundesländer spezifisch auch von den Führungspersönlichkeiten ab – das kann und will ich von hier aus nicht bewerten.
Die wichtigsten Förderungen für das Bundesland? (Was wackelt, was bleibt, was kommt wieder)
Berger: Mit der Solarthermieförderung konnten wir die Anlagen innerhalb von zwei Jahren mehr als verdoppeln. Mit der Förderung für barrierefreie Bäder und für die „Kleine Sanierung“ gibt es jetzt zusätzlichen Schub im Sanitärbereich.
Planen Sie andere Fachmesse-Besuche als letztes Jahr? Wo geht es für Sie fix hin?
Berger: Ich war heuer wieder auf der ISH und davor wie jedes Jahr auf der WEBUILD in Wels.
Auch die EXPO der Frauenthal Gruppe (Anm. : findet 2026 wieder statt) finde ich immer eine Reise wert. Ergänzend gibt es bei uns regional noch die „Häuslbauermesse“.
Gibt es neue Strategien dem Lehrlingsmangel entgegenzutreten?
Berger: In der Steiermark sind wir bei den Lehrlingszahlen nach wie vor über dem Bundestrend unterwegs. Aber ja: wir machen sehr viel in diese Richtung. Von Messeveranstaltungen (Anm.: SBIM im Oktober) bis zu einzelnen regionalen Messen und Schulbesuchen. In unserem Werbebudget befindet sich auch ein großer Brocken für die Lehrlingsrecruitingmaßnahmen und für die Imagewerbung.
Wie handhaben Sie die Lehrlings-Suche und -Ausbildung in Ihrem Unternehmen?
Berger: Bei uns hat das enorm hohe Priorität. Die Lehrlinge sind die Fachkräfte der Zukunft. Ohne die haben nicht nur die Installateure ein Problem – sondern natürlich auch der Handel und die Industrie!
Bei der Lehrlingsausbildung in meinem Betrieb gibt es auch unerstützend zu den Standardleistungen unsererseits auch ein gezieltes Training zum verbessern der Performance in den Bereichen Mathematik, Physik, Deutsch und auch in Sachen Persönlichkeitsbildung der Lehrlinge.
Abschließende Worte?
Berger: Ich wünsche allen Kollegen/innen ein gesundes und wirtschaftlich erfolgreiches Jahr sowie eine positive Sichtweise auf die Probleme, die auf uns zukommen. Der Blick nach vorne schafft Perspektive!
Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für 2025!
SchneeZauber 2025: Wenn Installateure die Piste rocken
Beste Stimmung, sportlicher Ehrgeiz, kulinarischer Genuss und jede Menge Gelegenheiten zum Netzwerken – der SchneeZauber 2025 auf der Tauplitz war ein voller Erfolg. Das größte Branchenevent der steirischen Installateure verwandelte das Salzkammergut für ein Wochenende in das Herzstück der heimischen Installateur-Community.
Bei den traditionellen Installateur-Schimeisterschaften sicherten sich Markus Kainer von der Firma Martin Berger Installationen und Alexandra Ederegger von der Ederegger Installations GmbH den Tagessieg – herzliche Gratulation nochmals an dieser Stelle!
Mit dem neu gestalteten Hotel Aldiana Club Salzkammergut sowie der Schönialm stand eine erstklassige Kulisse zur Verfügung. Kulinarik vom Feinsten und steirische Gastfreundschaft sorgten dafür, dass auch abseits der Skipiste keine Wünsche offenblieben. Abends wurde der SchneeZauber seinem Namen mehr als gerecht: Das mitreißende Showprogramm „The Roaring 20s“, Zauberkunst von Toni Vesarri und die Beats von DJ Adio F. im hoteleigenen Blue Dolphin Club sorgten für ausgelassene Stimmung bis in die frühen Morgenstunden. Auch für Nicht-Skifahrer war gesorgt: Ob bei einer romantischen Pferdeschlittenfahrt oder beim Entspannen in der GrimmingTherme – jeder konnte seinen persönlichen SchneeZauber-Moment erleben.
Innungsmeister Toni Berger und Innungsgeschäftsführer Hannes Weiß bedankten sich herzlich bei allen Industriesponsoren und Großhandelspartnern, die mit ihrer Unterstützung und Präsenz vor Ort dieses einzigartige Event möglich gemacht hatten. Ein Event, bei dem die steirische Installateurbranche nicht nur ihre sportliche Seite zeigt, sondern auch Gemeinschaft, Lebensfreude und Teamgeist feiert. Man darf sich bereits jetzt auf den SchneeZauber 2026 freuen!
















Alle Bilder: (c) Wirtschaftskammer Steiermark