Eine erfolgsversprechende Zukunft wartet

15.06.2022 | News

Im Gespräch mit LIM Gerhard Oswald unterhielt sich „Der österreichische Installateur“ über die Herausforderung Facharbeitermangel, Zukunftstechnologien und die Haustechnik als Ermöglicher der Energiewende.

Das sechste Gespräch unserer Interview­ Serie mit den Landesinnungs­meistern 2022 führt uns nach Kärnten.

Ein Rückblick, ein Ausblick – wie hat die Branche die vergangenen zwei (Pandemie-)Jahre gemeistert?
Gerhard Oswald: Die Kärntner Installateure können auf zwei Jahre mit vollen, ja übervollen Auftragsbüchern zurückblicken. Neben der Sonderkonjunktur beim Heizungstausch durch die Kampagne „Raus aus dem Öl“ gab es in Kärnten noch einen Hype durch den Badezimmerumbau. Das Land Kärnten hat dafür eine sehr großzügige Förderung aufgestellt.

Wie interpretieren Sie die aktuelle Kriegssituation in der Ukraine?
Oswald: Neben den menschlichen Tragödien, die kriegerische Auseinandersetzungen mit sich bringen, sind es die wirtschaftlichen Verwerfungen, die die internationalen Verflechtungen – Stichwort „Zulieferung“ – mit sich bringen. Hier wird es viele Verlierer und ein paar Gewinner geben.

Was kommt auf die Installateurs-Branche in den kommenden Jahren zu?
Oswald: Ich sehe eine positive Zukunft für unsere Branche. Die Haustechnik wird einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob wir die Energiewende und damit die Klimaziele erreichen. Darauf wird auch der Focus der Regierung in den nächsten Jahren liegen.

Wie sind die Berufsschüler durch die Pandemie-Jahre gekommen?  
Oswald: Die Zeiten der Pandemie waren für Schüler und Lehrer keine leichte Phase. Der Großteil der Schüler konnte mit dieser Situation jedoch gut umgehen –nur wenige nützten die Umstände in der Pandemie als Ausrede für nicht geschaffte Lehrabschlussprüfungen. Es war für alle Beteiligten eine große Herausforderung, die wir hoffentlich im Herbst nicht wieder erleben müssen.

Was für ein Bild zeichnet sich in Bezug auf die Lehrlingssituation generell ab?
Oswald: Das Interesse für unseren Beruf ist aktuell sehr groß. Die Zahl der Lehrlinge im 1. Lehrjahr ist voriges Jahr stark gestiegen; dennoch suchen viele Betriebe weiterhin Lehrlinge. Der Schlüssel für eine optimale Lehrlingsausbildung ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrbetrieb, Berufsschule, Wifi und Landesinnung. Was den Facharbeitermangel betrifft, können wir uns nur selbst helfen.

Ein kurzer Rückblick auf Ihre Lehrzeit – wo lagen die größten Schwierigkeiten – was waren die schönsten Erlebnisse?
Oswald: Ich bin nicht über den Weg der Lehre zum Installateur gekommen, sondern über die HTL in Pinkafeld. Diese Ausbildung habe ich allerdings sehr genossen.

Wann holt sich Kärnten den (nächsten) Titel bei Lehrlingsmeisterschaften?
Oswald: Wir arbeiten intensiv daran, bei einem der nächsten Bundeswettbewerbe einen Stockerlplatz zu belegen.
Der Sieg braucht viele Väter, d.h. motivierte Kandidaten, ein engagiertes Trainerteam und – ganz wichtig – die Unterstützung von Seiten der Lehrbetriebe.

Lesen Sie den ungekürzten Artikel ab Seite 6 der aktuellen Ausgabe 6/2022 oder am AustriaKiosk!

LIM Gerhard Oswald. (Quelle: Ramona Steiner)

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