Kinder werden zu Botschaftern der Energiewende – und coachen ihre eigenen Eltern. | © Hochschule Burgenland
Im Burgenland setzt ein Forschungsprojekt auf einen ungewöhnlichen Ansatz: Kinder werden zu Botschaftern der Energiewende – und coachen ihre eigenen Eltern. Hinter dem Projekt „Wwww2_Coole_Energie“ steht das Department Energie & Umwelt der Hochschule Burgenland. Gefördert wird es von der FFG im Rahmen des Programms „Talente regional“.
Beteiligt sind die Mittelschulen Markt Allhau und Bernstein sowie weitere Bildungseinrichtungen der Region. Insgesamt sind rund 110 Kinder in das Projekt eingebunden.
Workshops zu Wärmepumpe, Biomasse und Photovoltaik
Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Energie- und Klimathemen zu sensibilisieren – und das erworbene Wissen in die Familien zu tragen. In mehreren Workshops wurden Grundlagen zur Energiewende praxisnah vermittelt. Themen waren unter anderem Wärmepumpen, Biomasseheizungen, Photovoltaik, haustechnische Planung sowie Lichttechnik und Elektronik.
Den Abschluss bildeten Elternworkshops, bei denen die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen präsentierten und in den Austausch mit Erwachsenen traten. Zusätzlich standen Fachleute für vertiefende Fragen zur Verfügung.
„Ich finde es toll, dass die Schule uns diesen Workshop mit unseren Kindern ermöglicht hat“, berichtet ein Vater. „Die bildliche Darstellung der Wärmepumpe fand ich besonders interessant.“
Energiebildung als langfristige Strategie
Das Projekt setzt auf einen Multiplikatoreffekt: Kinder sollen nicht nur Wissen aufnehmen, sondern aktiv weitergeben. Gerade im Bereich Haustechnik und Energieversorgung, wo Investitionsentscheidungen in Haushalten anstehen, kann dieser Ansatz Wirkung entfalten.
Neben den Mittelschulen Markt Allhau und Bernstein nehmen auch die HTL Pinkafeld, die Volksschulen sowie der Kindergarten Markt Allhau am Gesamtprojekt „Wwww – wie wollen wir wohnen“ teil.
Das Vorhaben zeigt, wie Energiebildung bereits im Kindesalter ansetzen kann – mit dem Ziel, technische Zusammenhänge verständlich zu machen und langfristig Akzeptanz für die Energiewende zu stärken.
