Der erzeugte Solarstrom wird überwiegend direkt vor Ort genutzt. | © Birgit Riedmann
Mit der Installation einer weiteren Photovoltaikanlage hat Hansesun das Vorarlberger Kinderdorf seinem Ziel einer weitgehenden Energieautonomie ein Stück nähergebracht. Die inzwischen siebte Solaranlage wurde Anfang Juni gemeinsam mit dem ORF Vorarlberg sowie mehreren Technikpartnern am Standort Bregenz-Kronhalde umgesetzt.
Nach Angaben der Beteiligten erzeugen die Anlagen seit 2019 zusammen bereits rund 175 Megawattstunden Solarstrom. Mit einer jährlichen Gesamtleistung von rund 70.000 Kilowattstunden decken sie inzwischen mehr als die Hälfte des Strombedarfs der Einrichtung.
Betriebskosten sinken deutlich
Der erzeugte Solarstrom wird überwiegend direkt vor Ort genutzt – unter anderem für den Betrieb der Wohngruppen sowie der Verwaltung. Dadurch spart das Vorarlberger Kinderdorf nach eigenen Angaben jährlich Betriebskosten im fünfstelligen Euro-Bereich.
„Wir wollen als Unternehmen Gutes bewirken. Das machen wir mit jeder PV-Anlage und mit persönlichem Engagement. Darum unterstützen wir diejenigen, die für unsere Gesellschaft eine wichtige Rolle spielen“, sagt Andreas Müller, Vertriebsleiter von Hansesun.
Auch Geschäftsführerin Alexandra Wucher hebt die Bedeutung der Unterstützung hervor: „Das beschert uns Sonnenmomente und ermöglicht Spielräume für die pädagogische Arbeit, die den Kindern und Jugendlichen zugutekommen.“
Stromspeicher als nächster Schritt
Der selbst erzeugte Strom wird vor allem zum Waschen, Trocknen und Kochen sowie für den allgemeinen Betrieb der Einrichtung verwendet. Überschüssige Energie wird nur in geringem Umfang ins Netz eingespeist.
„Die monatliche Rückvergütung für die Netzeinspeisung beträgt nur ein paar Euro“, erklärt Hausmeister Wolfgang Greif. Daher liegt der Fokus auf einem möglichst hohen Eigenverbrauch.
Als nächsten Ausbauschritt plant Hansesun die Installation eines Batteriespeichers. Dieser soll den tagsüber erzeugten Solarstrom auch in den Abend- und Nachtstunden verfügbar machen und gleichzeitig die Versorgungssicherheit erhöhen.
„Stromspeicher gewinnen immer mehr an Bedeutung. Sie machen den selbst erzeugten Strom auch abends, nachts und bei Schlechtwetter nutzbar und können ein Backup bei Stromausfällen sein“, so Andreas Müller.
Charity-Aktion mit Unterstützung der Bevölkerung
Finanziert wird das Projekt über die Charity-Aktion „Sonnemonat Mai“, die Hansesun gemeinsam mit dem ORF Vorarlberg organisiert. Dabei verfassen Hörerinnen und Hörer von ORF Radio Vorarlberg Reime zum Thema Sonnenenergie. Für die besten Beiträge werden zusätzliche Photovoltaikmodule für das Vorarlberger Kinderdorf bereitgestellt.
„Ein herzliches Danke an alle Hörerinnen und Hörer von ORF Radio Vorarlberg, die mit ihren strahlenden Reimen den ‚Sonnemonat Mai‘ zum Leuchten gebracht haben. Gemeinsam mit unserem Partner Hansesun bewegen wir uns weiter Schritt für Schritt in Richtung Energieautonomie für das Vorarlberger Kinderdorf“, sagt Markus Klement, Landesdirektor des ORF Vorarlberg.
