Hargassner Parkhaus siegt beim Holzbaupreis

26.05.2025 | Gewerkeübergreifend Planen & Bauen

Holzbaupreis 2025 Hargassner Parkhaus (c) HargassnerDer OÖ Holzbaupreis bewertet die Einzigartigkeit von Holzbauten und ihre großartigen Umsetzungen. Jubeln darf Hargassner Heiztechnik im Bezirk Braunau. Dort wurde das innovative Holzparkhaus der Biomasse-Spezialisten mit dem ersten Platz bei den gewerblichen Bauten ausgezeichnet. Im Zuge der 45 Mio. Euro Investition in das neue Hargassner Service Center in Weng im Innkreis entstand mit einem Parkhaus für 500 Fahrzeuge ein neuer außergewöhnlicher Holzbau. Geplant im Rieder Architekturbüro von Andreas Matulik und umgesetzt von der Altheimer […]

Der OÖ Holzbaupreis bewertet die Einzigartigkeit von Holzbauten und ihre großartigen Umsetzungen. Jubeln darf Hargassner Heiztechnik im Bezirk Braunau. Dort wurde das innovative Holzparkhaus der Biomasse-Spezialisten mit dem ersten Platz bei den gewerblichen Bauten ausgezeichnet.

Im Zuge der 45 Mio. Euro Investition in das neue Hargassner Service Center in Weng im Innkreis entstand mit einem Parkhaus für 500 Fahrzeuge ein neuer außergewöhnlicher Holzbau. Geplant im Rieder Architekturbüro von Andreas Matulik und umgesetzt von der Altheimer Firma Wiehag Timber Construction. Es entstand nach den Vorgaben der Firma Hargassner ein in Mitteleuropa einzigartiges Gebäude. Ein nachhaltiges Parkhaus, dessen Größe und Funktionalität die Städte im Umkreis neidisch ins dörfliche Weng blicken lässt.

Die 13.300 m2 große Konstruktion besteht bis auf die aus Brandschutzgründen in Beton ausgeführten Stiegenhäuser aus Fichtenholz. Zehn großzügige Ebenen mit je 1150 m2 Fläche bieten Platz für u.a. 30 Elektroladestationen. Am Dach befindet sich eine 500 kWp PV-Anlage. 1200 m3 beständiges Brettschichtholz (Sattel- und Pultträger) und Brettsperrholz (Decken) wurden verbaut. 16 m lange Hauptbinder ermöglichten völlig stützenfreie Parkebenen. 3400 qm unbehandeltes Lärchenholz kamen bei der markanten, halbtransparenten Fassade zum Einsatz. Durch insgesamt 2300 m3 verbautes Holz und den minimalen Einsatz CO2- Materialien wird langfristig Kohlenstoffdioxid gespeichert und eingespart. Außerdem wird das Holz im Sinne einer zirkulären Immobilie in ferner Zukunft auch wiederverwendet werden können.

All das wurde Mitte Mai von der zuständigen Jury bei einer feierlichen Gala in der JKU Linz mit dem Holzbaupreis in Gold 2025 ausgezeichnet. Der Preis der Initiatoren rund um den Building Innovation Cluster der OÖ Standortagentur Business Upper Austria, proHolz OÖ, der Landesinnung Holzbau OÖ und der Fachvertretung der Holzindustrie mit Unterstützung des Landes Oberösterreich erhält jährlich mehr Aufmerksamkeit. In allen Kategorien erfolgten heuer 140 baukulturell herausragende Einreichungen.

Tektonisch und ingenieurtechnisch gilt das 77 m lange Holzgebäude als beispielhaft in vielen Aspekten. „Die Stapelung in Split-Level-Bauweise verringert die versiegelte Fläche für den Parkplatz um 80 %. Das schützt mehr als 11.300 m2 Grünland“, freut sich Hargassner Projektleiter Florian Pommer und er fährt fort: „Besonders ist zum Beispiel auch, dass eindringendes Wasser immer nach außen ablaufen kann. Es gibt keine direkten Holz-Holz-Verbindungen, so darf die stromfrei belüftete Konstruktion nass werden, weil sie immer wieder austrocknen kann.“ Der Sieg beim OÖ Holzbaupreis hat das zukunftsweisende Projekt in Weng automatisch zum Staatspreis Holzbau 2026 nominiert.

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