Dank gründlicher Entwicklungsarbeit und Marktpräsenz seit dem Jahr 1998 entwickelte sich die Bio-Pools Arnold Klement GmbH zum Anbieter von Bio-Schwimmbädern mit sauberem Schwimmbad-Wasser ohne Chemikalien. | © Bio-Pools Arnold Klement GmbH
Der Markt für Schwimmbäder ist breit gefächert. Beginnen wir bei herkömmlichen Pools mit chemischer Wasseraufbereitung zur Desinfektion: Diese kommen sowohl privat als auch im öffentlichen Bereich zum Einsatz – indoor wie outdoor. Diese Technologie wird von spezialisierten Fachunternehmen ohne spezifische Berufsausbildung, aber auch von Installateuren angeboten. Badeteiche ohne Biofilter sind seit ca. 40 Jahren in heimischen Gärten im Einsatz. Die Wasserreinigung erfolgt durch Zooplankton und im sogenannten Regenartionsteil vor allem durch Unterwasserpflanzen. Für private oder öffentliche Nutzer werden Schwimmteiche von Gartenbauunternehmen angeboten. Badeteiche mit Biofilter sind seit rund 30 Jahren am Markt. Bei ihnen erfolgt die Wasserreinigung über meist vertikal durchströmte Bodenfilter mit Wasserpflanzenkultur. Man spricht auch von sogenanntem Wurzelraum-Filter. Angeboten wird diese Technik für Private oder für den öffentlichen Bereich von Gartenbauunternehmen, welche meist als Partner eines Systemanbieters agieren.
Zahlreiche Systemvarianten
Sogenannte Naturpools gibt es seit rund 20 Jahren. Das sind Schwimmbecken mit einem baulich getrenntem Biofilter-Becken. Die Wasserreinigung erfolgt über vertikal durchströmte Bodenfilter meist mit Wasserpflanzenkultur. Angeboten wird diese Methode von Gartenbauunternehmen welche ebenfalls meist Partner eines Systemanbieters sind. Diese Schwimmbecken finden wir fast nur im Außenbereich und privat.
Biologische Komfortpools
Bei sogenannten Bio-Pools – auch biologische Komfortpools genannt – erfolgt die Wassereinigung im unterirdischen Biofilter-Becken über vertikal durchströmte Bodenfilter. Manchmal sind es auch kombiniert technischen Verfahren mit z. B. Sauerstoff-Anreicherung, Phosphatfällung oder UV-Bestrahlung. Bio-Pools sind seit rund 15 Jahren am Markt. Bisher werden Bio-Pools angeboten von Gartenbauunternehmen welche immer als Partner eines Systemanbieters agieren. Manchmal arbeiten Systemanbieter auch direkt mit den Endkunden zusammen. Bio-Pools sind nur bei Privatnutzern In- und Outdoor zu finden. Arnold Klement aus Lieboch ist der Erfinder und Entwickler des Biofilter-Systems, welches in den obengenannten Bio-Pools, Naturpools und Badeteichen seit dem Jahr 1998 zum Einsatz kommt. Im Laufe der Jahre änderte sich der Markenname, ab 2020 dann Neudefinition der Produktlinien mit den Namen bioBright – private Komfortpools – und bioNatur – private Naturpools oder Badeteiche und bioPublic – öffentliche Badeteiche.
Bis 2024 beschäftigte die Bio-Pools Arnold Klement GmbH rund drei Mitarbeiter. Altersbedingt arbeitet Arnold Klement aktuell nur noch alleine. Er hat aber internationale Systempartner in der Schweiz, Italien, Deutschland und der Türkei. Klement betont: „Wir haben zahlreiche internationale Referenzen, darunter mehr als 45 bioBright-Pools in Österreich, ein bioBright-Großprojekt in der Türkei, mehrere tausend Badeteiche und Naturpools in Österreich, Deutschland und über 50 bioPublic Badeteiche in Österreich”.
Markt in Österreich
In Österreich werden laut Google-KI-Befragung jährlich etwa 10.000 neue, herkömmliche Chemiepools verkauft – hauptsächlich von spezialisierten Firmen oder Baumärkten angeboten, ein kleiner Anteil davon auch von Installateuren. Klement unterstreicht dazu: „Den Markt für Bio-Schwimmbäder, also Badeteiche und Naturpools, würde ich mit fünf bis zehn Prozent der chemischen Einbaupools schätzen, etwa 200 bis 400 pro Jahr.”
In der Corona-Zeit ist die Gesamtnachfrage stark gestiegen. Ob der Anteil der Bio-Schwimmbäder steigt, ist unklar. Jedenfalls ging der Trend über die letzten 20 Jahre vom Badeteich in Richtung Naturpools, da diese auch in kleinere Gärten passen. „Mit unserem bioBright-Pool sind wir in der speziellen Marktnische des Bio-Komfortpools. Es gibt dafür nur wenige Systemanbieter als Mitbewerber. Wegen der technischen Komplexität können ihn nur wenige spezialisierte Gartenbaubetriebe umsetzen”, so Klement. Die Nische hat ein hohes Potenzial, da man damit die Zielgruppe der herkömmlichen Pools ansprechen kann. Allerding beschränkt auf Kunden mit höherer Kaufkraft, da der Preis um 15.000 bis 20.000 Euro höher ist.
Zusatzgeschäft für Installateure
„Installateure haben sicher sehr gute fachliche Voraussetzungen, um an der Realisierung von bioBright-Pools mitzuwirken. Es geht dabei in erster Linie um die Installation der Pooltechnik und Montage der Pool-Ausstattung wie Abdeckung, Heizung oder Gegenschwimmanlage. Erd- und Betonarbeiten werden dem Kunden immer von einem Bauunternehmen gesondert angeboten und abgerechnet und für die Wasserqualität übernehmen wir als Systemlieferant die Garantie.“ erklärt Arnold Klement.
Aktuell lässt sich ein Trend hin zur Poolsteuerung über mobile Endgeräte beobachten, vor allem bei hochwertigeren Anlagen. Fast alle Projekte haben eine Poolheizung und eine Poolabdeckung – 50 Prozent automatisch, 50 Prozent manuell, einige wenige mit Pooldach. Das Verhältnis von Skimmer zu Überlaufbecken beträgt ca. 5 : 1. Die Beckenauskleidung erfolgt zu 90 Prozent mit PVC-Folie, der Rest besteht aus Edelstahl. Fallweise findet man auch PP-Fertigbecken, sehr selten Fliesen. Für rund 20 Prozent der Kunden ist der energiesparende Betrieb ein wichtiges Kriterium. Klement betont weiters: „Wir realisieren daher mit bioBright einen ECO-Basisbetrieb mit Oberflächenabsaugung und Wasseraufbereitung mit nur einer Niedrigenergie-Pumpe (75 – 125 W). Die zweite, leistungsstärkere Schwimmbadpumpe wird nur minimal eingesetzt und dient zur Unterstützung der Oberflächenabsaugung, manuellen Beckenreinigung und Poolheizung”. Wärmepumpen zur Beckenheizung kommen relativ oft zum Einsatz; Solartechnik fallweise in Form von PV und fast nie als Absorber.
Partner willkommen
Der Zukunftswunsch von Arnold Klement ist klar: „Durchstarten mit Schwerpunkt auf bioBright-Pools, hauptsächlich mit Installateuren als Vertriebspartner. Mittelfristiges Ziel sind sechs bis acht Partner, verteilt über ganz Österreich, die jährlich jeweils ein bis drei Pools realisieren. Ebenso wichtig ist die Fortsetzung der Partnerschaft mit Gartenbaubetrieben für bioNatur und bioPublic”. Geplant ist die Übernahme und Weiterführung des Geschäfts in Österreich durch die langjährige Partnerfirma Milla GmbH in der Nähe von Bozen. Derzeit laufen die Übernahmegespräche.

