Die ISH 2027 positioniert sich als Plattform für einen Markt im Umbruch. | © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Pietro Sutera
Die steigende Komplexität im Bauwesen verändert Planung, Umsetzung und Betrieb von Gebäuden grundlegend. Die ISH 2027 will darauf reagieren – und rückt integrierte Systemlösungen in den Mittelpunkt. Die Weltleitmesse für Wasser, Wärme und Luft findet von 15. bis 19. März 2027 in Frankfurt am Main statt.
Komplexität wird zum zentralen Branchenthema
Verdichteter Wohnraum, steigende Anforderungen an Energieeffizienz und wachsende Ansprüche an Komfort führen dazu, dass technische Gebäudeausrüstung zunehmend vernetzt gedacht werden muss. Einzelgewerke lassen sich kaum noch isoliert planen – entscheidend ist das Zusammenspiel der Systeme.
Diese Entwicklung prägt auch die Anforderungen der Marktteilnehmer. Fachhandwerk, Planer, Industrie und Betreiber stehen vor der Herausforderung, komplexe Zusammenhänge zu verstehen und in funktionierende Lösungen zu übersetzen.
Messe reagiert mit neuem Strukturansatz
Die ISH greift diesen Wandel auf und setzt verstärkt auf eine anwendungsorientierte Darstellung. Statt Produkte isoliert zu präsentieren, werden Technologien in ihrem funktionalen Kontext gezeigt. Ziel ist es, den Transfer in die Praxis zu erleichtern.
Stefan Seitz, Leiter Brandmanagement ISH, beschreibt die Verschiebung im Markt so: „Wir sehen, dass sich die Anforderungen im Markt deutlich verschieben. Entscheidungen werden heute nicht mehr auf Produktebene getroffen, sondern im Kontext konkreter Anwendungen und Projekte.“
Acht Lösungsfelder bilden das System ab
Um die zunehmende Vernetzung greifbar zu machen, strukturiert die ISH 2027 ihr Angebot in acht Lösungsfelder. Diese decken die gesamte Bandbreite der Gebäudetechnik ab – von Sanitärräumen über Wärmeerzeugung und Raumluft bis hin zu Software und intelligenter Gebäudesteuerung.
Der Ansatz soll nicht nur Orientierung bieten, sondern auch die Schnittstellen zwischen den Gewerken sichtbar machen. Damit reagiert die Messe auf einen steigenden Bedarf an ganzheitlichen Lösungen im Projektgeschäft.
Plattform für Austausch entlang der Wertschöpfungskette
Die ISH versteht sich als Treffpunkt für alle relevanten Akteure der Branche. Neben Fachhandwerk und Industrie werden auch Planer, Architekten, Investoren und Betreiber angesprochen. Gerade im Zusammenspiel dieser Gruppen entstehen neue Anforderungen – aber auch neue Lösungsansätze.
Mit dem Fokus auf Systemlösungen will die Messe ein Umfeld schaffen, in dem Innovationen schneller in konkrete Anwendungen überführt werden können.
Branche im Wandel – Messe als Orientierungshilfe
Die ISH 2027 positioniert sich damit als Plattform für einen Markt im Umbruch. Während technische Anforderungen steigen und Projekte komplexer werden, wächst zugleich der Bedarf an klar strukturierten, praxisnahen Lösungen.
Der neue Ansatz zeigt: Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt weniger im Einzelprodukt – sondern im funktionierenden System.
