Vorgesehen ist der Sensor unter anderem für Anwendungen in der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik. | © JUMO
JUMO erweitert sein Portfolio für die industrielle Temperaturmessung um den digitalen Temperaturfühler dsensTEMP. Das neue Modell deckt einen Messbereich von -55 bis +150 °C ab und erreicht laut Hersteller eine Genauigkeit von 0,2 °C. Neben der Messgenauigkeit stehen vor allem digitale Datenübertragung, Rückverfolgbarkeit und Prozesssicherheit im Fokus.
Vorgesehen ist der Sensor unter anderem für Anwendungen in der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik sowie in der Trinkwasserbereitung. Perspektivisch soll er auch für Anwendungen in der Wasserstofftechnik eingesetzt werden können.
Digitale Übertragung über 1-Wire-Schnittstelle
Die Kommunikation erfolgt über eine 1-Wire-Schnittstelle. Dadurch wird das Temperatursignal direkt digital übertragen. Nach Angaben von JUMO arbeitet die Übertragung ohne Driftverhalten und bleibt bei Kabellängen von bis zu 100 Metern störunempfindlich.
Ein integrierter digitaler Temperaturchip soll zugleich die Prozesssicherheit erhöhen. Über die ID-Erkennung lässt sich der jeweilige Sensor eindeutig identifizieren. Das erleichtert die Rückverfolgbarkeit beispielsweise nach einem Sensortausch oder bei der Analyse eines Schadensfalls. Zusätzlich verfügt der Chip über einen Verschlüsselungs-Key als Schutz vor Manipulation.
„Mit dem JUMO dsensTEMP bieten wir einen digitalen Temperaturfühler, der nicht nur präzise misst, sondern auch höchste Prozesssicherheit und Rückverfolgbarkeit garantiert“, erklärt Viola Thiessen, Produktmanagerin bei JUMO.
Einsatz von HLK bis Trinkwasser
Für den Einsatz in unterschiedlichen Anlagen verfügt der dsensTEMP über eine Schutzhülse aus Edelstahl. Die derzeit verfügbare Grundvariante wird als Einsteckausführung angeboten. Eine Einschraubausführung soll das Portfolio künftig ergänzen.
Mit dem digitalen Konzept adressiert JUMO insbesondere Anwendungen, bei denen neben der eigentlichen Temperaturmessung auch die eindeutige Identifikation und Nachverfolgbarkeit des Sensors relevant sind. Damit verbindet der Hersteller klassische Temperaturerfassung mit zusätzlichen Funktionen für zunehmend digitalisierte Industrie- und Gebäudetechnikprozesse.
