Mit Sachverstand normgerecht messen

03.05.2018 | Installationstechnik, News, TOP Installationstechnik

Eine gute Gebäudedämmung und eine dichte Bauweise sollten heute bei Neubauten wie Renovierungen Stand der Technik sein. Nur eine dichte ­Gebäudehülle schützt die Gebäudesubstanz nachhaltig und sorgt gleichzeitig dafür, dass Wärme nicht unkontrolliert verloren geht. Daher muss die Dichtheit vor Ort unbedingt überprüft werden.

Beim Neubau muss die Gebäudehülle luft- und winddicht ausgeführt sein, heißt es in den Richtlinien des Österreichischen Instituts für Bautechnik OIB vom März 2015. Dringt Luft durch Leckagen der Gebäudehülle, besteht die Gefahr, dass sich die damit transportierte Feuchtigkeit im Gebäudeinneren oder im Deckenaufbau niederschlägt und dort Schäden hervorruft. Auch wird die Energiebilanz des Gebäudes in diesem Fall deutlich negativer ausfallen und die Planung der Belüftung bringt dann wenig. Ob sich der errechnete Energiebedarf später bei der Nutzung des Gebäudes tatsächlich einstellt, hängt nämlich auch von der Dichtheit der Gebäudehülle ab. Aus diesem Grund fordern die meisten Bauförderprogramme die Blower-Door-Messung als Voraussetzung. Die für die Zuteilung von Fördermitteln vorzulegende Dokumentation muss dann ein Protokoll über eine entsprechende Messung enthalten. Ist die nicht korrekt ausgeführt, ist die Förderung des Bauvorhabens in der Regel gefährdet. Differenzdruckmessung Die Luftdichtheit einer Gebäudehülle wird mittels Differenzdruckmessung, der sogenannten Blower-Door-Messung, überprüft. Dabei wird mit einem Ventilator Luft aus dem Gebäude heraus oder in das Gebäude hinein befördert, bis ein vorgegebener Differenzdruck im Gebäude gegenüber der Umgebung erreicht ist. Der durch die Undichtigkeiten des Gebäudes nachströmende Luftvolumenstrom, zurückgerechnet auf Standardbedingungen, entspricht der Leckage beim gewählten Prüfdifferenzdruck. Bei der Durchführung der Messung tut der Messdienstleister gut daran, exakt nach den geltenden Normen vorzugehen, um ein präzises, vergleichbares und reproduzierbares Ergebnis vorlegen zu können, aber auch um sich rechtlich abzusichern. "Von einem Blower-Door-Messsystem erwarten wir heute, dass es den zeitlichen Aufwand für die Vorbereitung und Durchführung der Messung reduziert. Der Wöhler-BC-600-Blower-Check erreicht das durch den automatischen Richtungswechsel des Ventilators für Unter- und Überdruckmessungen, so dass der aufwendige Umbau entfällt. Der Messdienstleister bedient den Ventilator über eine App, die ihn normgerecht durch die Messung führt. Am Ende generiert er über die App ein aussagekräftiges Mess- protokoll", sagt Christian Beyerstedt, Produktmanager der Wöhler Technik GmbH.
Den ungekürzten Bericht finden Sie in der aktuellen Ausgabe 5/2018 auf Seite 59!

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