Das Bauernhaus aus 1856 auf der Gartenseite: Ein Großteil des Dachs sowie der Anbau konnten für die PV-Anlage genutzt werden. | © LINK3 GmbH, Puch bei Hallein (A)
Ein denkmalgeschütztes Bauernhaus aus dem Jahr 1856 zeigt, welches Einsparpotenzial moderne Heiztechnik auch im Gebäudebestand bieten kann. Nach der Modernisierung der Haustechnik sanken die jährlichen Gesamtenergiekosten nach Angaben des Bauherrn von 5.810 auf 901 Euro – ein Minus von rund 84 Prozent.
Herzstück des neuen Energiesystems ist neben Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und Batteriespeicher ein Schichtenspeicher, der die Effizienz der Anlage verbessern soll.
Vier Komponenten für ein neues Energiesystem
Das rund 210 Quadratmeter große Wohnhaus wurde bereits in den 1980er-Jahren teilweise energetisch saniert. Bis 2024 sorgte jedoch noch eine Gas-Niedertemperaturheizung aus dem Jahr 1986 für die Wärmeversorgung. Das Gebäude erreichte damit die Energieeffizienzklasse E.
Im Zuge der Modernisierung entschied sich Bauherr Reinhard Hoffmann für ein neues Gesamtsystem bestehend aus einer Wärmepumpe mit 14,8 kW Leistung, einer Photovoltaikanlage mit 17,16 kWp, einem Batteriespeicher mit 23,4 kWh sowie dem 750 Liter fassenden Schichtenspeicher DUOLINK-Cool.
Schichtenspeicher steigert Effizienz
Nach Herstellerangaben trägt insbesondere der Schichtenspeicher zur hohen Effizienz des Gesamtsystems bei. Entscheidend sei die Schichtungseffizienz, durch die sich die von der Wärmepumpe erzeugte Wärme optimal im Speicher verteilen lasse.
Für den DUOLINK-Cool verweist das Unternehmen auf Messergebnisse des Instituts für Solartechnik SPF in Rapperswil (Schweiz). Dort erreichte der Speicher beim Prüfprofil „ohne Warmwasserzeitfenster“ eine Schichtungseffizienz von 83,6 Prozent. In die Bewertung fließen neben der Speichertechnik auch Hydraulik und Wärmeverluste ein.
Deutlich geringerer Energieverbrauch
Laut den vom Bauherrn ausgewerteten Verbrauchsdaten reduzierte sich der jährliche Energieaufwand im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre deutlich. Gleichzeitig erreichte die Wärmepumpe eine Jahresarbeitszahl von 5,47.
Das Beispiel zeigt, dass sich durch die Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik, Batteriespeicher und effizientem Wärmespeicher selbst bei historischen Gebäuden erhebliche Energieeinsparungen erzielen lassen.
