SozialMarie-Preis für die “Genossenschaft für Gemeinwohl”

27.05.2019 | News

Bei der öffentlichen Preisverleihung am 1. Mai im ORF RadioKulturHaus in Wien erging der Juryhauptpreis an das Projekt „Omama“ aus der Slowakai gefolgt von der „Genossenschaft für Gemeinwohl (GfG)“ auf Platz zwei.

Die Jury begründete Platz zwei für die GfG „Interventionen auf der politischen Ebene, ein systemkritisches Bildungsangebot, das Umleiten von Geld aus der Finanz- in eine gemeinwohl-fördernde Realwirtschaft, eine interne Struktur, die dem soziokratischen Entscheidungsmodell folgt. Das zeigt das umfassend innovative Konzept für einen gesellschaftlichen Wandel.“ Die Genossenschaft für Gemeinwohl setzt die Werte der Gemeinwohl-Ökonomie im Geld- und Finanzsystem um. Die von ihr durchgeführte Gemeinwohl-Prüfung ist von der Gemeinwohl-Bilanz, dem Herzstück der Gemeinwohl-Ökonomie, abgeleitet. In Zukunft werden die beiden Projekte u. a. auch im Bereich der ökonomischen und finanziellen Bildungsarbeit stärker kooperieren. Die SozialMarie ist der älteste Preis für soziale Innovation in Europa und prämiert seit 2005 jährlich hervorragende Projekte, die neuartige Lösungen für gesamtgesellschaftliche Problematiken entwerfen und anwenden. Alle Nominierten werden zur Preisverleihung eingeladen. Entscheidend dabei ist, dass die jeweilige Lösung von der betroffenen Gruppe mitgetragen und mitgestaltet wird. Zu den SozialMarie-Kriterien für soziale Innovation gehören neben dem Neuheitswert von Lösungen für soziale Probleme vor allem das Erreichen der jeweiligen Zielgruppen und die effektive Umsetzung. Damit stellt die SozialMarie ein erstklassiges Gütesiegel für gute und wirksame soziale Innovationen dar. Die ersten drei Preise werden mit 15.000 Euro, 10.000 Euro und 5.000 Euro dotiert, die weiteren zwölf Preise jeweils mit 2.000 Euro. Der Preis stellt keine Förderung für bedürftige Projekte dar, sondern ist eine Auszeichnung. Es soll die Vernetzung von Projekten fördern und die Diskussion zum Thema soziale Innovation vorantreiben.

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