Subventionen für fossile Energie?

20.02.2012 | Heizung

100 Prozent Erneuerbare bis 2050 statt Subventionen für ­fossile Energieformen: Den Weg dorthin zeigt der Verband Erneuerbare Energie.

Laut Schätzungen der International Energy Agency (IEA) wurden im Jahr 2010 weltweit 409 Milliarden US Dollar aufgewendet, um den Preis für fossile Brennstoffe (Öl, Gas, Kohle) künstlich niedrig zu halten. Die steigenden Energiepreise erfordern immer höhere Subventionen, allein im Jahr 2010 um 110 Milliarden US-Dollar mehr als 2009. Diese Subventionen belasten zunehmend öffentliche Budgets und Steuerzahler, die die Stützung fossiler Energieträger durch Direktförderungen, Heizkostenzuschüsse, niedrig gehaltene Förderzinse n oder Steuererleichterungen für Energiekonzerne tragen müssen. Die Alternative ist der Umstieg auf Erneuerbare. DI Josef Plank, Ex-Umweltlandesrat von Niederösterreich und Präsident des Verbands für Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), schlägt im Gespräch mit „Der österreichische Installateur“ den Umstieg auf Erneuerbare bis 2050 vor, zeigt Wege zur Energiewende auf und zieht eine Zwischenbilanz nach einem Jahr Verbandsarbeit.

Energiemix verändern

Herr Plank, Ihr Ziel sind 100 Prozent Erneuerbare bis 2050 – wie kann das erreicht werden?
DI Josef Plank: Die Frage nach 100 Prozent erneuerbare Energien ist prinzipiell nicht nur die Frage, wie wir es schaffen können, möglichst viele konventionelle, fossile Energieträger durch erneuerbare Energien zu ersetzen. Vielmehr müssen wir uns fragen, wie es gelingen kann, unser gegenwärtiges Energiesystem so zu verändern, dass es den zukünftigen Ansprüchen und Bedürfnissen – sei es in der Wirtschaft, Industrie oder Gesellschaft – entsprechen kann. Seit Beginn der Industrialisierung wurde die Energieversorgung immer zentral gestaltet. Jetzt sehen wir, dass durch die immer stärkere Einbringung erneuerbarer Energieformen die traditionelle Energieversorgung über zentrale konzentrierte Produzenten mit vielen Abnehmern in Zukunft immer weniger funktioniert. Um daher die Energiewende in den nächsten Jahren schaffen zu können, müssen wir uns im Energiemix zwischen zentralen und dezentralen Strukturen vor allem über zukünftige infrastrukturelle Konzepte und Möglichkeiten zwischen Energieproduzenten, Anlagenbetreibern und Konsumenten Gedanken machen. Da es um eine langfristige Ausrichtung unseres Energiesystems geht, müssen wir bereits heute  beginnen, im Konsens mit vielen Playern am Energiemarkt Lösungsvorschläge für einen neuen Energieweg zu erarbeiten. Wir meinen, dass Erneuerbare Energie Österreich dafür genau die richtige Plattform ist.
Lesen Sie das gesamte Interview mit DI Josef Plank in Ausgabe 2/2012 ab Seite 38.

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