Mit SMART.SWS, der innovativen Ergänzung des Wassermanagementsystems SWS können Gebäudebetreiber und Facilitymanager online Analysedaten abrufen. | © SCHELL
Mit dem Wassermanagement-System SWS und der cloudbasierten Ergänzung SMART.SWS bietet SCHELL eine digitale Lösung, die den Erhalt der Trinkwassergüte optimal unterstützt und den Zeit-, Personal- und Wasseraufwand im laufenden Betrieb reduziert. Wie effektiv dieses Zusammenspiel in der Praxis funktioniert, zeigt die Sanierung einer Sporthalle in Freudenstadt.
Während der regulären Betriebszeiten ist die Sporthalle am beruflichen Schulzentrum Freudenstadt stark ausgelastet: Rund 2.500 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Vereine nutzen die Anlage regelmäßig. In Ferienzeiten oder an verlängerten Wochenenden bleibt das Gebäude jedoch überwiegend ungenutzt – mit besonderen Herausforderungen für den Erhalt der Trinkwassergüte. Denn auch zu dieser Zeit muss eine gleichmäßige Nutzung der Armaturen und ein vorschriftsgemäßer Wasserwechsel stattfinden. Sobald Wasser in der Installation stagniert, steigt das Risiko mikrobieller Belastungen, insbesondere durch Legionellen.
Im Rahmen einer umfassenden Sanierung entschied sich das Landratsamt Freudenstadt, Betreiber der Sporthalle und zahlreicher weiterer Objekte, für eine digitale Lösung mit Weitblick: Das Wassermanagement-System SWS / SMART.SWS von SCHELL ermöglicht im Gebäude automatisierte Stagnationsspülungen auf Grundlage zuvor festgelegter Parameter wie Zeit oder Temperatur. Das System stellt damit sicher, dass auch bei temporären oder längeren Stillstandzeiten regelmäßig durchgespült wird – und das weitaus wirtschaftlicher, d.h. wassersparender und mit deutlich weniger Personal- und Zeitaufwand als beim manuellen Spülen. Mit Hilfe von SWS wurden elf elektronische Waschtischarmaturen der Serie PURIS E, eine hybride Küchenarmatur GRANDIS E sowie neun elektronische Duschpaneele LINUS Inox von SCHELL vernetzt und zu Spülgruppen zusammengefasst, so dass die zugehörigen Armaturen gleichzeitig angesteuert werden können. Durch die Gleichzeitigkeit der Spülungen können hohe Volumenströme und Turbulenzen in den Rohrleitungen erreicht werden, die für einen Wasseraustausch auch in den Randzonen des Rohres sorgen, potenzielle Ablagerungen in den Rohrleitungen verhindern und mikrobiologische Probleme erst gar nicht entstehen lassen. Die berührungslosen Waschtisch- und Duscharmaturen optimieren darüber hinaus die Nutzerhygiene und unterstützen zusätzlich einen sparsamen Wasser- und Energieverbrauch.
Einfache und sichere Dokumentation
Gleichzeitig bietet SWS eine sichere Dokumentation und viele Reportingmöglichkeiten, um zum Beispiel notwendige Wartungs- und Serviceeinsätze besser planen zu können. Das macht den Alltag für Betreiber und Facility Manager einfacher, sicherer und effizienter. Alle Vorgänge – von automatisierten Stagnationsspülungen bis hin zu Temperaturverläufen – werden vollständig dokumentiert. Betreiber können so jederzeit nachvoll-ziehen und im Falle einer Überprüfung lückenlos nachweisen, dass alle Maßnahmen zum Erhalt der Trinkwassergüte sach- und fachgerecht umgesetzt wurden.
SMART.SWS: Wassermanagement per Fernzugriff gebäudeübergreifend im Blick
Die browserbasierte Cloud-Lösung SMART.SWS kann gebäudeübergreifend per Fernzugriff in Sekundenschnelle eingesetzt werden – für alle SWS Anlagen sämtlicher Liegenschaften des Betreibers. Betreiber und Facility Management in Freudenstadt können über SMART.SWS sämtliche Anlagen- und Armaturenparameter jederzeit und völlig ortsunabhängig – egal, ob aus dem Homeoffice, vom Dienstsitz oder mobil – über jedes internetfähige Endgerät kontrollieren und bei Bedarf anpassen. SMART.SWS bietet die Zustandskontrolle aller Anlagen auf einen Blick anhand von leicht verständlichen Diagrammen und Auswertungen.
Im Dashboard von SMART.SWS sind Spülungen, Spülintervalle, Temperaturen, Temperaturverläufe, rechnerisch ermittelte Wassermengen, Nutzungsfrequenzen, Meldungen und vieles mehr direkt einsehbar. Auch Batterieladezustände, der Betriebsstatus einzelner Armaturen sowie die fünf häufigsten bzw. seltensten Entnahmestellen sind jederzeit abrufbar. Die Vorteile: ein Höchstmaß an Transparenz, komfortable Übersicht und die Möglichkeit zur kurzfristigen Anpassung der Systemparameter wie z. B. der Hygienespülungen sowie zur vorausschauenden Wartungsplanung. Gerade bei größeren Liegenschaften bietet SMART.SWS Betreibern und Facility Managern zusätzlichen Nutzen: Mehrere Gebäude können zentral und ortsunabhängig überwacht und gesteuert werden, während sich der Verwaltungsaufwand im Facility Management deutlich reduziert.

„Der Blick nach Deutschland zeigt, wie digitale Lösungen Betreiber beim Erhalt der Trinkwassergüte im Alltag unterstützen können. Auch in Österreich sind mit den ÖNORMEN B2531 und B1921 klare Anforderungen an Trinkwasserinstallationen und Betreiber definiert. Systeme wie SWS und SMART.SWS von SCHELL helfen dabei, diese Vorgaben praxisnah umzusetzen und einen effizienten sowie normkonformen Betrieb sicherzustellen.“
Walter Berger, Geschäftsführer, SCHELL Austria ARMATUREN GmbH
