Unternehmen setzen verstärkt auf Biogas

12.02.2020 | Heizung, News

Biogas gewinnt nicht nur in Österreich an zunehmender Bedeutung. Im schweizerischen Dietikon wird mit dem Bau der weltweit größten Power-to-Gas-Anlage begonnen, die Inbetriebnahme erfolgt 2021. Durch die Verbrennung von erneuerbarem Gas anstelle von Heizöl werden jährl. 4.000 bis 5.000 t weniger CO2-Emissionen entstehen, was dem Verbrauch von ungefähr 2.000 Haushalten entspricht.

Die richtigen Rahmenbedingungen vorausgesetzt, hat Österreich das Potenzial, Erdgas bis 2050 schrittweise durch erneuerbare Gase zu ersetzen. Das belegen zahlreiche Studien. Die Gaswirtschaft ist bereit, diese Potenziale zu heben und einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Damit die notwendigen Investitionen getätigt werden können, braucht es vor allem stabile Rahmenbedingungen und Investitionsanreize für die Einspeisung von Biogas und grünem Wasserstoff in das Erdgasnetz.

Förderung für erneuerbares Gas
DI Peter Weinelt, Obmann des Fachverbands Gas Wärme und stellvertretender Generaldirektor der Wiener Stadtwerke: „Wir sehen das Regierungsprogramm daher als Startschuss für das dringend notwendige Förderprogramm für erneuerbares Gas sowie eine Technologieoffensive für Wasserstoff und Power-to-Gas. Dazu braucht es rasch ein Erneuerbare-Ausbau-Gesetz mit einem smarten Marktprämienmodell und Auktionen, das gleichermaßen für die Einspeisung von Ökostrom wie auch von erneuerbarem Gas gelten muss.“

Größte Power-to-Gas-Anlage
Der schweizerische Energieversorger Limeco baut mit den Viessmann-Tochterunternehmen microbEnergy und Schmack Biogas die weltweit größte Power-to-Gas-Anlage, in der die mikrobiologische Umwandlung von Wasserstoff zu Methan zur Anwendung kommt. Der bei der Abfallverwertung erzeugte Überschussstrom wird zu Wasserstoff umgewandelt und mit Klärgas aus der ,Abwasserreinigungsanlage gemischt – so entsteht speicherbares erneuerbares Gas. Die Technologie wurde von der Viessmann-Tochter microbEnergy entwickelt und zur technischen Reife gebracht. Technologielieferant für die Elektrolyse ist Siemens.
Die beteiligten Unternehmen unterzeichneten im Oktober 2019 gemeinsam den Werkvertrag für das zukunftsweisende Großprojekt. Limeco startet das Projekt unter der Prämisse der schweizerischen „Energie-strategie 2050“, die auf Atomausstieg, die Reduktion von Treibhausgasen und den Ausbau von erneuerbarer Energie setzt.

Lesen Sie den vollständigen Artikel auf Seite 42 der aktuellen Ausgabe 1-2/2020.

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