Die 22 Fertigungshallen von WITRON Stahlfertiger im deutschen Waidhaus werden vollständig mit regenerativ erzeugter Wärme beheizt. | © Zehnder Group Deutschland GmbH
Anfangs war das Unternehmen WITRON Stahlfertiger auf den klassischen Hallen- und Stahlbau fokussiert, heute fertigt es Modulbauten sowie Bühnen-Konstruktionen und stellt Komponenten für automatisierte Lager- und Kommissioniersysteme her. 2017 folgte die Abkehr von der damaligen Energiequelle Gas hin zu einem nachhaltigen Energiekonzept: Über 50 Prozent der benötigten Energie deckt das Unternehmen heute durch eigene Photovoltaikanlagen und die Nutzung regionaler Abwärme aus einer benachbarten Biogasanlage ab.
Der Geschäftsführer Stefan Voit trennte sich auch vom Wärmeverteilsystem Gas-Dunkelstrahler wegen hoher Wartung. Die Technik war wartungsintensiv und stand im Widerspruch zum unternehmenseigenen Nachhaltigkeitsanspruch. „Jeder Dunkelstrahler galt als einzelne Verbrennungsanlage und benötigte daher ein separates Abgasrohr. Von der verpflichtenden Prüfung durch den Schornsteinfeger zweimal im Jahr ganz zu schweigen – alles in allem also ein enormer Aufwand und energetisch nicht mehr zeitgemäß“, erinnert sich Voit.
Mit diesen Vorgaben wurde Voit schnell auf den deutschen Raumklimaspezialisten Zehnder aufmerksam, dessen Deckenstrahlplatten exakt dem Anforderungsprofil des Stahlbauers entsprachen.
Leistungsfähige Deckenstrahler
Die Auswahl fiel bewusst auf den Typ Zehnder ZIP – dieser ist nicht nur besonders leistungsfähig, sondern auch leicht und daher ideal für die Montage in Hallen mit Kranbahnen geeignet. „Bei Raumhöhen von acht bis zehn Metern und laufendem Produktionsbetrieb war das ein echter Pluspunkt“, erklärt Zehnder Gebietsleiter Bernd Sämann. Die Befestigung erfolgte über Trapezblech-Unterschalen mit Kettenabhängung – ein Verfahren, das in allen Hallen zuverlässig und zeiteffizient umgesetzt werden konnte. Die Planung der Achsabstände und Auslegung der Heizleistung übernahm Zehnder auf Basis übermittelter Hallenpläne.
In Waidhaus spielt das Strahlungsprinzip der Zehnder Deckenstrahlplatten eine entscheidende Rolle, denn gerade in großvolumigen Hallen wirkt sich die Art der Wärmeübertragung unmittelbar auf Effizienz und Komfort aus. Während konventionelle Heizsysteme zunächst enorme Luftmengen aufheizen müssen, bevor die Wärme überhaupt an Arbeitsbereiche, Maschinen oder Bauteile gelangt, arbeiten Zehnder Deckenstrahlplatten direkter und wirtschaftlicher.
Wärme wie durch Sonnenstrahlung
Nach dem Vorbild der Sonnenstrahlung geben sie ihre Energie unmittelbar an Oberflächen, Maschinen und Personen ab, sodass die Wärme mit hoher Effizienz genau dort ankommt, wo sie benötigt wird. Dadurch kann die Raumluft um bis zu drei Kelvin kühler bleiben als bei klassischen Konvektionslösungen, was den Energieverbrauch spürbar senkt. „Zehnder Deckenstrahlplatten sorgen für ein deutliches Plus an Komfort und Behaglichkeit, denn der Betrieb ist sehr leise, es entsteht keine trockene Raumluft und dank der Regelung lässt sich die Temperatur exakt den individuellen Anforderungen anpassen“, erläutert Zehnder Gebietsleiter Bernd Sämann. Zugleich erzeugt das System keine Luftbewegung, wodurch kein Staub und andere Partikel aufgewirbelt werden. Auch im Hinblick auf den Betrieb zeigen sich klare Vorteile: Während die früher eingesetzten Dunkelstrahler regelmäßig gewartet und gereinigt werden mussten, arbeiten die Deckenstrahlplatten von Zehnder vollständig wartungsfrei und sind für eine besonders lange Lebensdauer ausgelegt – was sowohl die laufenden Kosten reduziert als auch die Instandhaltung des Gesamtsystems vereinfacht. Zudem gewährleisten sie eine außerordentlich gleichmäßige Wärmeverteilung auf konstantem Temperaturniveau im gesamten Hallenbereich. Auch eine Kühlfunktion ließe sich jederzeit nachrüsten.
Heizbar mit Pellets und Wärmepumpe
„Deckenstrahlplatten sind das perfekte Wärmeverteilsystem für Hallen und dabei grundsätzlich kompatibel mit allen denkbaren Wärmeerzeugern wie Öl, Gas, Pellets oder Wärmepumpe”, ergänzt Michael Himmelsbach, Vertriebsleitung Deckenstrahlplatten Zehnder Deutschland. „Die Deckenstrahlplatten können auch sehr gut mit geringen Vorlauftemperaturen betrieben werden. Somit sind sie ideal für den Einsatz mit Wärmepumpen geeignet. Mit solch einem System können in Kombination bis zu 72 Prozent Energie im Vergleich zu anderen Heizsystemen eingespart werden. Darüber hinaus ist die Kombination absolut zukunftssicher. Es erfüllt die Gesetzgebung und ist unabhängig von fossilen Energien.“
Rückmeldungen der Mitarbeitenden bestätigen: Gleichmäßige Temperaturen, keine Kältezonen, kein Luftzug, kein Staub – dafür hohe Behaglichkeit und volle Konzentration auf der Arbeit. „Heute ist die Wärmezufuhr einfach da, ohne dass man sie bemerkt – genau so soll es sein“, fasst Voit zusammen.
Deckenstrahlplatten sind kompatibel mit allen denkbaren Wärmeerzeugern wie Öl, Gas, Pellets oder Wärmepumpe.

