Was die Österreicher über die Energiewende denken

26.07.2018 | Heizung, Klima / Lüftung, News, TOP Klima-Lüftung

Die österreichische Regierung trifft beim Thema „Energiewende“ auf Skepsis im eigenen Land: Laut einer Studie der Firma Stiebel Eltron haben 69 Prozent der Verbraucher den Eindruck, dass die Energiewende in Österreich nicht konkret angepackt wird.

Das sind die Ergebnisse der Umfrage "Energie-Trendmonitor-Österreich 2018", für die im Auftrag von Stiebel Eltron 1.000 Österreicherinnen und Österreicher bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden. Der Wärmebereich ist für die Gesamtbilanz des Energieverbrauchs in Österreich besonders wichtig: Rund ein Drittel der eingesetzten Energie wird allein für das Heizen benötigt. Hier überwiegt der Anteil fossiler Energieträger mit 60 Prozent. Den Ausstieg aus fossilen Wärmesystemen halten 89 Prozent der Österreicher für wichtig. "Die Energiewende ist ohne Wärmewende nicht denkbar", sagt Dr. Nicholas Matten, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. "Unsere Umfrage zeigt: 57 Prozent der Österreicher möchten selber gern auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen – beispielsweise mit dem Einbau einer Wärmepumpe. 79 Prozent halten es für wichtig, dass der Staat das Umsteigen auf klimafreundliche Heizsysteme stärker fördert, damit die Klimaziele der Energiewende erreicht werden. Die österreichische Regierung hat mit der neuen Klima- und Energie-Strategie im April ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Im Wärmebereich sieht der Fahrplan den schrittweisen Ausstieg aus der Ölheizung vor. Ab 2020 sollen im Neubau keine neuen Anlagen mehr installiert werden. Ab 2025 ist geplant, bestehende Anlagen schrittweise zu ersetzen. Die Klima- und Energiestrategie soll dabei laut Regierung nicht als abgeschlossener Maßnahmen-Katalog verstanden werden, sondern als Prozess, an dem jeder mitarbeiten soll. "Wie der Energie-Trendmonitor zeigt, ist den Verbrauchern wichtig, dass die gesteckten Energie- und Klimaschutzziele in Österreich konkret angepackt werden", sagt Dr. Nicholas Matten. Entsprechend fordert der Dachverband Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ), den von der Regierung formulierten Zielen konkrete Maßnahmen folgen zu lassen. Notwendig sei nun ein nachhaltiger Umbau des Energiesystems. Für den Energie-Trendmonitor wurden im Auftrag von Stiebel Eltron im März 2018 bevölkerungsrepräsentativ 1.000 Österreicherinnen und Österreicher von einem Marktforschungsinstitut (Online-Panel) dazu befragt, was sie über die Energiewende und ihre Konsequenzen denken.

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