Wer hat das verbockt?

16.10.2019 | Allgemein

Bei einer Routineunter­ suchung wurde in der Betriebsdusche eines Lebens­ mittel verarbeitenden Betriebes eine Legionellenkontamination festgestellt. 17.000 KBE je 100 ml erforderten eine um­gehende Sanierung – und das bereits 14 Monate nach der Eröffnung.

Bei der Inbetriebnahme nach ÖNORM B 5019 war die Welt noch in Ordnung, doch bereits bei der ersten routinemäßigen Kontrolle wurde eine sehr hohe Legionellenkonzentration fest­ gestellt. Um den Betrieb nicht schließen zu müssen, wurden sofort Legionellenfilter montiert und ein Spezialist mit der Sanie­rung beauftragt.
Im Zuge der Ursachenanalyse wurde festgestellt, dass die feh­lende Nutzung der gesetzlich vorgeschriebenen Duschen für die Arbeitnehmer die Wurzel alles Übels war: Durch die fehlende Entnahme hatten die Legionellen alle Zeit der Welt, sich nahezu ungehindert zu vermehren. Und das nicht, wie eigentlich zu erwarten wäre, im Warm­, sondern im Kaltwasser, dessen Temperatur durch den Wärmeeintrag aus dem zirku­lierenden Warmwasser auf über 28 °C angehoben wurde. „Um den Betrieb nicht schließen zu müssen, war es erforderlich, schnell zu handeln – und das am Freitagnachmittag“, so der Betriebsleiter. „Gott sei Dank habe ich durch einen guten Kontakt sofort einen qualifizier­ten Fachmann gefunden.“ Um im Falle von unerwarteten Er­eignissen stets gerüstet zu sein, empfiehlt Generalsekretär Martin Taschl, vorbeugend ein Risikomanagement zu etablie­ren. Ein Leitfaden dafür findet sich in der neuen Leitlinie FWH­002, die beim Fachkongress am 23. Oktober 2019 vorgestellt wird. Weitere Infos und An­meldung unter www.fwh­kon­ gress.at

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