Lüftung bei der Sanierung

19.02.2014 | Klima / Lüftung

Dämmung der Gebäudehülle, moderne Heizung und Wasseraufbereitung, der Einsatz alternativer Energieträger und kontrollierte Wohnraumlüftung bilden die Basis für minimale Energiekosten.

Bei der letzten Registerzählung vor etwa zweieinhalb Jahren wurden in Österreich knapp 2,2 Millionen Gebäude und etwa 4,4 Mio. Wohnungen erfasst. Gegenüber der Zählung aus dem Jahr 2001 mit knapp über 2 Mio. Gebäuden bedeutet das eine Zunahme von 7,1 Prozent. Die Zahl der Wohnungen ist im gleichen Zeitraum um 15 Prozent gestiegen. Etwas weniger als 80 Prozent aller Gebäude Österreichs sind Ein- und Zweifamilienhäuser, jedes neunte ist ein Wohngebäude mit drei oder mehr Wohnungen, und rund zehn Prozent entfallen auf diverse Wirtschaftsgebäude.
Sanierungsbedarf
Rund 40 Prozent des österreichischen Gebäudebestandes sind aus der Nachkriegszeit. Sie sind zu einem großen Teil sehr abgewohnt und dringend sanierungsbedürftig. Derzeit beträgt die durchschnittliche Sanierungsrate bei Wohngebäuden rund ein Prozent pro Jahr. Bis 2020 sollen jährlich rund drei Prozent der alten Wohngebäude saniert werden. Bis 2025 wird eine Sanierungsquote von fünf Prozent angestrebt.
Die Technische Universität Graz, Institut für Wärmetechnik, erstellte unter Dr. Thomas Mach eine Studie unter dem Titel „Fortschrittliche thermische Gebäudesanierung.“ Dabei werden die schnellsten Ergebnisse bei der Gebäudedämmung, der Erneuerung der Heizungs- und Brauchwasseranlagen, dem Einsatz von alternativer Energietechnik und Lüftungsanlagen erzielt.
Wenig Platzbedarf
Speziell für den Sanierungsfall sind kompakte Lüftungsanlagen mit minimalem Installationsaufwand und geringem Platzbedarf erforderlich. Gerald Jessernig, Vertriebsleiter Johann Wernig KG, Kunststoff und Lüftungstechnik: „Unser Kompakt-Lüftungssystem Comfort-Vent G 90-180 bietet eine extrem platzsparende Gesamtlösung für die Installation einer komfortablen Raumlüftung in neu gebauten oder sanierten Wohneinheiten bis zu 120 m2 Grundfläche.“
Das zentrale Lüftungsgerät verfügt über besonders geringe Abmessungen von 680 x 560 x 280mm und passt somit ganz einfach in einen Küchen-Hängeschrank oder auch eine Wandnische. Auch alle weiteren Komponenten wie Schalldämpfer/ Verteilerkombination, Comfo-Pipe Doppelkanal-Anschlussbox, Umlenkbox und Wanddurchführung sind durch ihre Quaderform und flache Dimensionierung optimal an die Standardmaße einer Einbauküche angepasst.
Gutes Raumklima
Statt des Standard Kreuzgegenstrom-Wärmetauschers kann das G 90-180 selbstverständlich auch mit einem Enthalpietauscher ausgestattet werden. Dieser ist in der Lage, neben der normalen Wärmerückgewinnung auch bis zu 65 Prozent der Feuchte aus der Abluft auf die Zuluft zu übertragen.
Wegen dem Einsatz einer hochentwickelten Polymermembrane ist die Verwendung von Salzen nicht mehr notwendig. Dampf aus der feuchten Luft „kondensiert“ an der kühleren Oberfläche der Membran. Diese Kondensation findet über der Taupunkttemperatur statt, und die Wassermoleküle werden von der Seite des höheren Dampfdrucks auf die Seite mit dem niedrigeren Dampfdruck geleitet.
Ähnlich dem Wassertransport in Pflanzen wandern die Wassermoleküle in flüssiger Form durch die Membran, angetrieben durch das Konzentrationsgefälle der Feuchtigkeit von der Warmluft- zur Kaltluftseite. Auf der Kaltluftseite verdampft das Wasser an der Membranoberfläche und wird vom trockeneren Luftstrom aufgenommen. Gerald Jessernig: „So vermeidet ein Enthalpietauscher in der kalten Jahreszeit zu trockene Raumluft und auch bei niedrigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt wird eine Vereisung zuverlässig vermieden.“
Lesen Sie den ungekürzten Artikel auf Seite 84 der Ausgabe 2/14!

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