Einfach und praxisgerecht

03.11.2014 | Heizung

Die richtige Vorgehensweise beim hydraulischen Abgleich in bestehenden Heizungsanlagen.

Von einer neuen Heizungsanlage erwarten Kunden, dass sie deutlich energieeffizienter und somit heizkostensparender arbeitet als die alte. Doch insbesondere Brennwertgeräte, Wärmepumpen und Solarthermieanlagen schöpfen ihr volles Potenzial nur dann aus, wenn die Anlagenhydraulik stimmt. Ein fachgerecht durchgeführter hy­draulischer Abgleich bewirkt noch mehr: Er sorgt für eine gleichmäßige Wärmeversorgung in den Räumen, verkürzt die Wiederaufheizzeiten und hilft, Strömungsgeräusche und regelungstechnische Probleme zu vermeiden.

Heizlast einfach ermitteln
Honeywell Haustechnik stellt Fachhandwerkern einen sehr hilfreichen Heizlast-Datenschieber, den es auch als App im iTunes-Store gibt, kostenlos zur Verfügung. Dieser ermöglicht es, speziell im Gebäudebestand die Raumheizlast vor Ort auf einfache Art zu ermitteln. Für kleinere Gebäude bis zwölf Wohneinheiten ist das Verfahren ausreichend genau.
Systemtemperaturen festlegen
Nach dem Ermitteln der Wärmelasten gilt es, die Systemtemperaturen festzulegen. Sehr häufig trifft man bei Radiatorheizungen in der Praxis die Paarung
70/55 °C an. Noch sicherer ist es jedoch, die Systemtemperatur in Relation zu den installierten Heizkörperleistungen zu setzen. Denn bei markant überdimen­sionierten Heizkörpern, eventuell auch noch aufgrund einer energetischen Sanierung, lässt sich die ursprüngliche Systemtemperatur möglicherweise noch etwas tiefer absenken, wodurch sich die Effizienz z. B. eines Brennwertheizsystems verbessert.
Neue Ventile: sparsam und komfortabel
Mit der Kenntnis der Raumheizlasten und der Temperaturspreizung kann der Heizungsfachmann wiederum auf einfache Art nicht nur die erforderlichen Heizkörper-Volumenströme und die kv-Werte ermitteln. Auf dem Datenschieber „Heizkörperventile“, den es auch als iPhone-App gibt, kann der Fachhandwerker sofort auch die Ventil-Voreinstellungen ablesen – bezogen auf die Honeywell-Baureihen. Die Voreinstellwerte auf dem Schieber gelten für einen Druckverlust von 100 mbar; darüber empfiehlt Honeywell den Einsatz von Strangdifferenzdruckreglern. Bei älteren Heizungsanlagen ist in der Regel der Austausch der alten Thermostatköpfe gegen moderne, voreinstellbare Modelle nötig oder aus Effizienzgründen wirtschaftlich sinnvoll.
Lesen Sie den ungekürzten Artikel ab Seite 42 der aktuellen Ausgabe 11/2014!

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