Mit dem Spatenstich fiel nun der offizielle Start für das Projekt, das bis März 2027 abgeschlossen sein soll. | © Würth Österreich
Würth Österreich erweitert seinen Logistikstandort in Böheimkirchen (Niederösterreich) und investiert dafür rund 20 Millionen Euro. Mit dem Spatenstich fiel nun der offizielle Start für das Projekt, das bis März 2027 abgeschlossen sein soll.
Die Erweiterung umfasst rund 10.700 Quadratmeter zusätzliche Nutzfläche. Ziel ist es, den Standort nicht nur für den heimischen Markt zu stärken, sondern auch als Drehscheibe für die Belieferung osteuropäischer Märkte auszubauen.
Reaktion auf steigende Anforderungen
Mit der Investition reagiert das Unternehmen auf wachsende Anforderungen aus Handwerk und Industrie. Kapazität, Lieferfähigkeit und Logistikprozesse sollen langfristig gesichert werden.
„Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten ist es uns wichtig, bewusst zu investieren“, sagt Michael Hempt, CEO von Würth Österreich. Der Ausbau schaffe die Grundlage, „um unseren hohen Serviceanspruch auch in Zukunft zu erfüllen“.
Signal für den Wirtschaftsstandort
Auch aus politischer Sicht wird das Projekt als Standortsignal gewertet. „Diese Investition stärkt nicht nur den Wirtschaftsstandort Niederösterreich, sondern schafft auch langfristige Perspektiven für Beschäftigung und Wertschöpfung“, betont Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.
Der Ausbau unterstreicht damit die Rolle Böheimkirchens als zentralen Logistikstandort im Unternehmen.
Fokus auf nachhaltige Energieversorgung
Bereits vor Baubeginn wurde ein zentrales Infrastrukturprojekt umgesetzt: 188 Geothermie-Sonden bilden die Basis für die Energieversorgung des Standorts. Die Anlage übernimmt seit Herbst die Beheizung und Kühlung der Gebäude und reduziert die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern deutlich.
Damit verbindet Würth die Standorterweiterung mit einer langfristigen Strategie zur Dekarbonisierung.
Breites Partnernetzwerk eingebunden
Am Bauprojekt ist ein umfangreiches Netzwerk an Unternehmen beteiligt, darunter HABAU, Caverion Österreich, Dr. Shebl & Partner, itb Installationstechnik, ACCURO Brandschutzanlagen sowie PORR Bau.
„Das Projekt beweist, wie wirkungsvoll partnerschaftliche Zusammenarbeit […] sein kann“, sagt Manfred Simmet, Geschäftsführer der Caverion Österreich GmbH. Auch HABAU-CEO Hubert Wetschnig sieht im Projekt einen „wichtigen Meilenstein für den Logistikstandort“.
Einordnung: Logistik als strategischer Hebel
Mit dem Ausbau setzt Würth Österreich ein klares Signal in einem wirtschaftlich angespannten Umfeld. Investitionen in Logistik gelten zunehmend als strategischer Hebel, um Lieferketten zu stabilisieren und neue Märkte zu erschließen.
Die Kombination aus Kapazitätserweiterung, regionaler Verankerung und nachhaltiger Energieversorgung zeigt, wie Unternehmen ihre Standorte gleichzeitig wirtschaftlich und ökologisch weiterentwickeln.
