Mit dem Messeauftritt „Experience Tomorrow“ setzte LAUFEN auf ein bewusst inszeniertes Raumerlebnis. | © LAUFEN
Der Schweizer Badspezialist LAUFEN hat den Salone del Mobile 2026 in Mailand genutzt, um seine strategische Neuausrichtung im Premiumsegment zu präsentieren. Im Mittelpunkt standen eine überarbeitete Markenidentität, neue Materialien sowie mehrere Designkooperationen, die das Bad stärker als architektonischen Lebensraum positionieren.
Markenauftritt als strategisches Signal
Mit dem Messeauftritt „Experience Tomorrow“ setzte LAUFEN auf ein bewusst inszeniertes Raumerlebnis. Der Stand war als Abfolge architektonischer Ebenen konzipiert, die sich um einen zentralen Treffpunkt gruppierten. Ziel war es, die gestalterische Weiterentwicklung der Marke räumlich erfahrbar zu machen.
Das Unternehmen nutzt die Designplattform in Mailand traditionell zur Positionierung im internationalen Wettbewerb. Die diesjährige Präsentation unterstreicht den Anspruch, technologische Innovation, Materialentwicklung und Design stärker zu verzahnen.
Neues Material erweitert das Portfolio
Ein zentrales Thema war die Einführung von VITREON Stahl. Der neue Werkstoff kombiniert Eigenschaften von Stahl und Glas und erweitert das bisherige Materialspektrum rund um die etablierte Saphirkeramik.
Der Verbundwerkstoff ist laut Unternehmen besonders widerstandsfähig, hygienisch und langlebig. Gleichzeitig eröffnet er neue gestalterische Möglichkeiten durch präzise Geometrien und differenzierte Oberflächen.
Designkollektionen zwischen Innovation und Dekarbonisierung
Parallel dazu präsentierte LAUFEN Weiterentwicklungen bestehender Kollektionen. Die Waschtischserie VOLTA von Yves Behar wurde erstmals offiziell am Markt vorgestellt. Produziert wird sie im elektrischen Tunnelofen im oberösterreichischen Gmunden – ein Baustein der Dekarbonisierungsstrategie des Unternehmens.
Neben VOLTA wurden auch bestehende Serien wie ILBAGNOALESSI, SONAR oder THE NEW CLASSIC in neue Raumkonzepte integriert und mit Möbel- und Armaturenlösungen kombiniert.
Kartell-Kooperation wird weiterentwickelt
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Weiterentwicklung der langjährigen Zusammenarbeit mit Kartell. Unter der kreativen Leitung von Ferruccio Laviani wurde die Kollektion „Kartell by LAUFEN“ um neue Materialien und Farbkonzepte erweitert.
Im Zentrum stehen neue Möbel- und Waschplatzlösungen sowie die Neuinterpretation eines Kartell-Klassikers: Das modulare „Componibile“ von Anna Castelli Ferrieri wurde als Waschtischlösung weitergedacht. Ziel ist es, Bad- und Wohnraum gestalterisch stärker miteinander zu verbinden.
Badkonzept für neue Nutzerbedürfnisse
Mit der Kollektion PAR, entwickelt gemeinsam mit Designer Konstantin Grcic, adressiert LAUFEN gezielt veränderte Nutzeranforderungen. Das Konzept richtet sich an eine alternde Gesellschaft und setzt auf intuitive Nutzung, reduzierte Gestaltung und hohe Funktionalität.
Die Produkte werden ebenfalls in Gmunden CO₂-frei gebrannt. Damit verbindet das Projekt Designanspruch mit Nachhaltigkeitszielen. Der Name PAR steht dabei für Ausgewogenheit und Gleichwertigkeit – ein Leitgedanke, der sich in der Gestaltung widerspiegelt.
Bad als gestalteter Lebensraum
Die Präsentation in Mailand zeigt eine klare strategische Richtung: LAUFEN versteht das Badezimmer zunehmend als integralen Bestandteil von Architektur und Wohnraum. Materialinnovation, modulare Systeme und Designkooperationen sollen diese Entwicklung weiter vorantreiben.
Mit der Kombination aus neuer Markenidentität, erweitertem Portfolio und gezielten Partnerschaften setzt das Unternehmen auf Differenzierung im Premiumsegment – und auf eine stärkere Verbindung von Funktion, Gestaltung und Nachhaltigkeit.
