In der Produktionshalle von Swarovski Optik im Tiroler Absam hat Harreither mit der Modul Klimadecke gleichmäßige Temperaturen ermöglicht. | © Harreither
Wo optische Präzision im Mikrometerbereich entscheidet, wird die Gebäudetechnik zum kritischen Erfolgsfaktor. In der rund sechs Meter hohen Produktionshalle von Swarovski Optik in Absam entstehen hochwertige fernoptische Geräte im Premiumsegment – unter Bedingungen, die eine nahezu konstante Temperatur über das gesamte Jahr hinweg erfordern. Bereits geringste Schwankungen können die Qualität der optischen Systeme beeinflussen – eine Herausforderung, die weit über klassische Kühlszenarien hinausgeht.
Aus Sicht der Gebäudetechnik zeigt das Projekt, wie integrale Systemlösungen auch unter anspruchsvollsten Rahmenbedingungen umgesetzt werden können. Harreither war mit seiner Flächenkühlung, der Modul Klimadecke, Teil dieses Gesamtkonzepts, das speziell auf die hohen Anforderungen an Temperaturstabilität, Effizienz und Betriebssicherheit ausgelegt wurde. Große Hallenhöhen, interne Wärmelasten durch Maschinen sowie der Bedarf an einem absolut zugfreien, stabilen Raumklima stellten dabei besondere Herausforderungen an Planung und Umsetzung. Im Zuge einer umfassenden Modernisierung der Unternehmenszentrale kamen die Harreither Systeme zudem nicht nur in der Produktion, sondern auch in Büroflächen und Allgemeinbereichen zum Einsatz – ergänzt durch eine Fußbodenheizung.
Spezielle Anforderungen erfordern innovative Lösungen
Zum Einsatz kam die Modul Klimadecke von Harreither in einer projektspezifisch angepassten Ausführung. Um die erforderliche Kühlleistung unter gegebenen Bedingungen sicherzustellen, wurden die Module nicht wie üblich in die Deckenkonstruktion integriert, sondern vertikal abgehängt montiert. Durch diese Montageart steht die gesamte Oberfläche für den Wärmeaustausch zur Verfügung. Die aktive Fläche wird dadurch im Vergleich zu klassischen Einbausituationen deutlich erhöht – im konkreten Projekt konnte sie faktisch verdoppelt werden. Erst diese Maßnahme ermöglichte es, die hohen Kühllastanforderungen zuverlässig zu bewältigen.
Die freihängenden Module wurden werkseitig speziell beschichtet einer speziellen Beschichtung versehen, um allen bauphysikalischen Anforderungen optimal gerecht zu werden und einen dauerhaft sicheren Betrieb zu gewährleisten.Technisch arbeitet die Harreither Modul Klimadecke dabei im optimalen Leistungsbereich und gewährleistet eine konstante Temperierung auch unter hoher Belastung. Gleichzeitig entsteht ein zugfreies, geräuschloses, hygienisches Raumklima – ein entscheidender Faktor in sensiblen Produktionsumgebungen. Ein zusätzlicher positiver Effekt ergab sich durch die gewählte Montageart: Die vertikal angeordneten Elemente tragen zur Verbesserung der Raumakustik bei, was insbesondere in großvolumigen Industriehallen einen Vorteil bringt.
Effizienz und Präzision im Betrieb
Die Messergebnisse nach Inbetriebnahme bestätigen die Wirksamkeit dieser Lösung eindrucksvoll. Während das zuvor eingesetzte Kühlsystem Temperaturschwankungen von bis zu acht Grad aufwies, konnte die Flächenkühlung von Harreither eine Schwankungsbreite von rund
0,8 Grad erreichen. Gleichzeitig überzeugte das Harreither System auch wirtschaftlich: Die Betriebskosten konnten im Vergleich zu konventionellen Kühllösungen um rund 30 Prozent reduziert werden. Zudem war keine Erweiterung der Kälteerzeugung notwendig, was sich positiv auf die Investitionskosten auswirkte. Die Harreither Modul Klimadecke erreicht je nach Ausführung Kühlleistungen von rund 50–200 W/m²; in vielen Anwendungen genügt bereits eine Raumlufttemperatur von etwa 26 Grad, um ein subjektives Empfinden von 20 bis 22 Grad zu erreichen, wodurch sich die erforderliche Kühlleistung entsprechend reduziert. Durch das hausinterne Regelungssystem Universum von Harreither kann auch auf wechselnde Verhältnisse gut reagiert werden und die
Vorlauftemperatur stets perfekt ausgeregelt werden.
„Die Funktion der senkrecht abgehängten Deckenelemente hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen. Das System arbeitet im vorgegebenen engen Temperaturbereich bei gleichzeitig höchster Energieeffizienz“, so Gerhard Moser, Leitung Energiemanagement bei Swarovski Optik. Auch auf Seiten von Harreither unterstreicht man den Wert individueller Lösungen: „Gerade in sensiblen Bereichen zeigt sich, dass standardisierte Systeme an ihre Grenzen stoßen. Maßgeschneiderte Flächenkühllösungen sind entscheidend, um höchste Anforderungen an Komfort, Effizienz und Prozesssicherheit zu erfüllen“, so Dr. Raimund Harreither, Geschäftsführer.
Integrierte Systemkompetenz als Mehrwert für Fachbetriebe
Die Umsetzung bei Swarovski Optik zeigt, welche Anforderungen moderne Projekte heute an Planung und Ausführung stellen. Hohe technische Komplexität, präzise Anforderungen und individuelle Rahmenbedingungen erfordern Lösungen, die weit über Standardanwendungen hinausgehen.Harreither unterstützt Fachbetriebe dabei mit abgestimmten Systemlösungen sowie technischer Begleitung in der Umsetzung. Für Installateure ergibt sich daraus die Möglichkeit, auch anspruchsvolle Projekte sicher und effizient umzusetzen und sich gleichzeitig als kompetenter Partner für hochwertige Gebäudetechnik zu positionieren.
