Saubere Biomasse-Verbrennung

01.02.2017 | Heizung, News, TOP Heizung

Trotz enormen Holzheizungsausbaus sinken die Feinstaub-Emissionen dank modernster Technologien.

Der stark gestiegene Biomasse-Einsatz in den österreichischen Haushalten und im Gewerbe hat nicht zu einer Erhöhung der Feinstaub-Emissionen geführt, im Gegenteil: Zwischen 1990 und 2014 sind die Emissionen um 42 Prozent gesunken. Verantwortlich dafür ist die signifikante Optimierung der Qualität der Holzverbrennung, primär durch österreichische Hersteller von Öfen und Kesseln. Die Entwicklung der Prüfstandsergebnisse von Emissionen – erhoben von der Kesselprüfstelle des BLT Wieselburg – veranschaulicht die beeindruckende Verbesserung der Verbrennungsqualität in den vergangenen Jahren.
Österreichische Technologien an der Spitze
Die österreichischen Kesselhersteller im Bereich Hackgut, Pellets und Scheitholz, aber auch die Ofenindustrie und das Hafnergewerbe sind seit Jahrzehnten weltweit Technologieführer. Sie setzen etwa 70 Prozent ihrer Produktion im Ausland ab. Die österreichische Ofenbranche hat in den letzten Jahren ebenfalls intensive Verbesserungen der Verbrennungsqualität erzielt. Dies gilt sowohl für industriell hergestellte Öfen und Herde als auch für individuell errichtete Anlagen, wie zum Beispiel Kachelöfen. Der Erfolg dieser Bemühungen zeigt sich unter anderem auch darin, dass bereits viele Produkte die anspruchsvollen Anforderungen des österreichischen Umweltzeichens für Holzheizungen (UZ 37) erfüllen.
Feinstaub als komplexes Thema
Feinstaub-Emissionen sind ein sehr komplexes Thema. Es handelt sich hierbei nicht um eine einzelne Substanz, wie dies zum Beispiel bei Kohlenmonoxid der Fall ist. Neben den chemischen Unterschieden spielt für die Auswirkung der Feinstaub-Emissionen auch die klimatische Situation eine entscheidende Rolle. So ist in Österreich zum Beispiel Graz als Feinstaub-Hochburg bekannt. Das liegt nicht daran, dass in Graz mehr Feinstaub produziert wird als anderswo. Die steirische Landeshauptstadt liegt vielmehr in einer Kessellage, in der es vor allem in den Wintermonaten zu einer Inversionswetterlage kommen kann, in der praktisch kein Luftaustausch mit der Umgebung passiert. Die Stadt Wien wiederum liegt in einer starken Westwindzone. Folge ist, dass die in Wien gemessenen Feinstaubwerte zu 75 Prozent nicht aus dem Stadtgebiet und zu 60 Prozent nicht einmal aus Österreich stammen.

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