Bauen von morgen: Energytalk blickt in die Zukunft von Architektur und Bauwesen

15.10.2025 | Branchenmeldungen, Slider

Die Herbstausgabe des energytalks widmete sich dem Thema „Bauen von morgen" – einerseits anhand konkreter Beispiele von IKEA Österreich, andererseits auf großer Ebene mit einem visionären Blick in die Zukunft von Architektur und Energie.

Mit dem Herbst-energytalk am 8. Oktober fand die dritte Ausgabe der Veranstaltungsreihe energytalk 2025 statt – diesmal unter dem Titel „Bauen von morgen – über openBIM und neue Planungsansätze”. In der Aula der Alten Universität Graz erhielten die Gäste exklusive Impulse von zwei hochkarätigen Vortragenden.

Robert Charuza von IKEA Österreich präsentierte Einblicke in die Digitalisierungsstrategien, die im Unternehmen insbesondere im Umgang mit Bestandsgebäuden Anwendung finden. Besonderes Augenmerk galt dabei dem openBIM-Ansatz, der bereits beim Bau des IKEA am Wiener Westbahnhof erfolgreich eingesetzt wurde. Stararchitekt Lars Krückeberg aus Berlin wiederum skizzierte ein visionäres Bild der Zukunft – mit neuen Ansätzen, wie Architektur und Energie künftig gedacht, geplant und vernetzt werden können.

v.l.n.r. Johannes Huber-Grabenwarter (Veranstalter), Robert Charuza (IKEA Österreich), Sandra Suppan (Moderation), Lars Krückeberg (GRAFT), Robert Pichler (Veranstalter) (c) Verena Pöschl

„Digitalisierung und KI sind längst Teil der Planungsrealität – und bringen neue Chancen, aber auch neue Komplexität in unsere Branche. Gerade im Zusammenspiel von Technologie und Nachhaltigkeit liegt großes Potenzial, das es klug zu nutzen gilt. Der energytalk bietet den idealen Rahmen, um solche Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten”, so die Veranstalter Johannes Huber-Grabenwarter (ODÖRFER HAUSTECHNIK KG) und Robert Pichler (Gründungsmitglied energytalk).

Digitalisierung in der Praxis: Immobilienentwicklung bei IKEA

Robert Charuza von IKEA Österreich und Projektleiter, u. a. des IKEA Wien Westbahnhof, zeigte praxisnah, wie Bestandsgebäude mit digitalen Tools effizienter erfasst, analysiert und weiterentwickelt werden. Von 3D-Scans und digitalen Zwillingen über offene Standards wie openBIM bis hin zu unternehmensweiten Guidelines – IKEA setzt dabei auf ein datenbasiertes, nachhaltiges Immobilienmanagement.

„Digitalisierung verändert unseren Umgang mit Immobilien grundlegend. Wenn wir physische und digitale Datenquellen intelligent verbinden, schaffen wir die Basis für bessere Entscheidungen – nicht nur im Bau, sondern in Planung, Betrieb und Nachnutzung”, betonte Charuza.

Robert Charuza gab praxisbezogene Einblicke rund um das Thema Digitalisierung bei IKEA Österreich(c) Verena Pöschl

Architektur von morgen: Denken in energetischen Lebensräumen

Architekt Lars Krückeberg, Mitgründer des international tätigen Architekturbüros GRAFT (Berlin), entwarf in seinem Vortrag ein visionäres Bild davon, wie sich Städte unter dem Einfluss von Energiefragen, Materialkreisläufen und digitaler Mobilität weiterentwickeln müssen. Seine These: Nur durch neue Typologien, vernetztes Denken und das bewusste Zusammenspiel von Technologie, Ressourcenschonung und Gestaltung lassen sich lebenswerte Räume für kommende Generationen schaffen.

„Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie heute zu gestalten. Die Architektur von morgen denkt nicht mehr in Einzelgebäuden, sondern in urbanen Energiesystemen – vernetzt, kreislauffähig und offen für Transformation”, so Krückeberg.

Lars Krückeberg entwarf ein visionäres Bild davon, wie Architektur von morgen gedacht werden könnte (c) Verena Pöschl

Die Termine für den energytalk 2026 werden zeitnah auf unserer Webseite sowie auf Social Media bekannt gegeben.

Über den energytalk

Der energytalk ist eine Informations- und Netzwerkplattform, die vor mittlerweile 15 Jahren im April 2009 von der TBH Ingenieur GmbH und ODÖRFER HAUSTECHNIK KG ins Leben gerufen wurde. In den mehrmals jährlich stattfindenden Abendveranstaltungen referieren Expert:innen und Fachleute zu den Themen Umwelt, Energie und Versorgung und stellen Best-Practice-Beispiele vor. Eine offene Diskussion mit dem Publikum ermöglicht im Anschluss Erfahrungs- und Wissensaustausch und fördert Netzwerkbildung. Zur Zielgruppe der Veranstaltungsreihe gehören Entscheidungsträger:innen im Bereich Energie, Kommunen, Bauträger, Genossenschaften, Architekten, Baumeister, Professionisten, sämtliche Unternehmen im Bereich Energie und Bau sowie Endverbraucher:innen.

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