Erinnerung an KR Peter Stieg

20.02.2012 | News

Die Wiener Installateurinnung hat mit ihm eines der engagiertesten Mitglieder verloren.

KR Peter Stieg war nicht nur Installateur mit Leib und Seele, sondern auch der Begründer und Direktor des Wiener Sanitärmuseums. Er hat im Laufe seines Berufslebens eine große Sammelleidenschaft für Sanitärkeramik aus dem 19. Jahrhundert entwickelt und diese große Ansammlung von wertvollen Exponaten der Landesinnung der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker unentgeltlich überlassen sowie im Innungshaus einige Räume auf eigene Kosten umgebaut, damit die Ausstellungsobjekte öffentlichkeitswirksam präsentiert werden können. Am 24. Juni 2003 wurde das Sanitär-Museum der Wiener Installateure im Innungshaus eröffnet. Mit Begeisterung führte er Besucher durch sein Museum. Mit Engagement war er auch dabei, seinem Museum einen neuen Ort zu geben, nachdem das Innungshaus der Installateure verkauft worden war.

Innungsfunktionen
Bereits 1960 hat KR Peter Stieg den Installationsbetrieb „Hans Damm’s Witwe“ im ersten Bezirk übernommen. Gemeinsam mit seiner Kompagnonin Frau Ellbogen und seinen langjährigen Mitarbeitern, „seiner Raupensammlung“, hat er sein Geschäft bis zum Schluss geführt. 
Von Dezember 1984 bis Mai 2000 war Herr Stieg Mitglied des Innungsausschusses. Seit 1980 war er Vorsitzender bei Lehrabschlussprüfungen. Zugleich begann seine Tätigkeit als Sachverständiger im Kundenreferat der Installateurinnung, wo er bis vor einem Jahr mit der ihm eigenen Energie wöchentlich beratend zwischen Konsumenten und Ins­tallateuren vermittelte. Besonders ist zu erwähnen, dass Herr Stieg auch immer zur Verfügung stand, wenn in Notsituationen Konsumenten geholfen werden musste. Von 1988 bis 2009 war er Obmann des Vereins „Installateur-Service“. 
Bis Dezember 2011 engagierte sich KR Stieg im Normungsinstitut und im ÖVGW.

Vorbildwirkung
Sein außergewöhnlicher Einsatz und die Tatsache, dass KR Peter Stieg sein Wissen und seine Erfahrung der Branche stets zur Verfügung stellte, haben ihm eine Vorbildfunktion unter den Wirtschaftstreibenden unseres Landes eingebracht. Der Bundespräsident hat ihm daher im Oktober 2006 den Berufs­titel Kommerzialrat verliehen. Bereits 2003 hatte das Land Wien ihn mit dem Goldenen Verdienstzeichen ausgezeichnet. Die Wiener Installateurinnung hat ihm 2009, wenige Tage nach seinem 70. Geburtstag, den Goldenen Ehrenring der Innung als Dank und Anerkennung für seine Verdienste verliehen.
Für viele wird er mit seinem Witz, seiner Dynamik und seiner nie enden wollenden Sammlerleidenschaft als einer der besonderen Wiener Installateure in Erinnerung bleiben.
Mag. Alexander Schrötter, Innungs­geschäftsführer Wien 

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