Ja, wir brauchen Heizungsanlagen!

20.02.2012 | News

Der Branchentreff der HTL Pinkafeld zeigte, wofür man auch im Haus der Zukunft Heizungen brauchen wird.

Die in der Einladung gestellte Frage war provokant: „Brauchen wir zukünftig noch Heizungsanlagen?“ Diese Frage versprach der siebte Branchentreff der HTL Pinkafeld mithilfe namhafter Referenten zu klären. Die Antwort fiel eindeutig aus: Es wird auch in Zukunft nicht ohne Heizung gehen. Nicht in neugebauten Niedrigsteenergie-, Passiv- oder Plus-Energiehäusern, und schon gar nicht in der Renovation. Doch die Anforderungen in die Heizungstechnik und die Anlagenplanung verändern sich, fasste Branchentreff-Organisator DI (FH) Erich Draxler zusammen: „Sinkende Heizlasten und steigender Warmwasserbedarf erfordern neue Konzepte. Die Heizungsanlage muss mit der gesamten Haustechnik besser vereint werden.“ HTL-Abteilungsvorstand DI Rudolf Hochwarter ergänzte: „Wir sind auf dem richtigen Weg – Gebäudetechniker sind immer gefragt!“ Ein Blick ins Publikum bestätigte diese Aussage des Abteilungsvorstands: Zahlreiche Haustechnik-Experten – viele davon Pinkafeld-Absolventen – nutzten die Chance, beim Branchentreff Informationen und Kontakte zu sammeln.

Zu viel Aufmerksamkeit für Gebäudehülle 
Zu Beginn stellte DI Dr. Christian Pöhn, Leiter des Bauphy­siklabors der Stadt Wien, die Entwicklung der Europäischen Gebäuderichtlinie vom ersten Entwurf 2002 über die zweite Fassung von 2010 bis hin zum nationalen Plan 2020 vor. „Der größte Fehler bei der ersten Fassung der Gebäudrichtlinie war, dass man sich zu sehr auf die Gebäudehülle konzentriert und zu wenig auf die Gebäudetechnik geachtet hat“, sagte Pöhn. Auch an der aktuellen Fassung bemängelte er, dass die Messung und Darstellung der CO2-Emissionen wieder keinen Eingang in die Richtlinie gefunden hat. Pöhn: „Damit fehlt der wichtigste Steuerungsmechanismus!“ In Österreich wurde dieser Mangel insofern ausgebessert, als dass in der nationalen Variante die CO2-Emissionen zu berechnen sind. Seit kurzem sind dafür auch die OIB-Excel-Tools online. Die wichtigste Neuerung: Im Mittelpunkt steht nun nicht mehr der Heizwärmebedarf, sondern die Gesamtenergieeffizienz (GEE) eines Gebäudes. Dadurch entstehe, so Pöhn, Wahlfreiheit für den Bauherren: Er kann sich für Dämmungsmaßnahmen zur Reduktion des HWB oder aber für ertragsseitige und haustechnische Maßnahmen zur Steigerung der GEE entscheiden.
Lesen Sie den gesamten Bericht in Ausgae 2/2012 von „Der österreichische Installateur" ab Seite 26.

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