Ziel ist es, die Haltung und Zucht empfindlicher Organismen besser zu verstehen. | © JUMO
Wie künstliche Intelligenz und Sensorik konkrete Herausforderungen in Umwelt, Infrastruktur und Industrie lösen können, zeigt JUMO derzeit auf dem Hessentag 2026 in Fulda. Das Unternehmen präsentiert dort drei Anwendungen, die von der Quallenzucht über intelligente Wassernetze bis hin zur Kühlung von Rechenzentren reichen.
Die Exponate wurden auch von Hessens Digitalministerin Kristina Sinemus und JUMO-Gesellschafter Bernhard Juchheim besucht.
KI überwacht Wachstum von Quallen
Besonderes Interesse weckt die sogenannte „Jellyfish Farm“. In einem Aquarium werden Quallen gehalten, deren Entwicklung mithilfe von Kameratechnik und KI-basierter Bildanalyse überwacht wird.
Die Auswertung erfolgt in Echtzeit. Ergänzend erfassen Sensoren kontinuierlich Umgebungs- und Messdaten. Ziel ist es, die Haltung und Zucht empfindlicher Organismen besser zu verstehen und zu optimieren.
„Die Anwendung zeigt, wie künstliche Intelligenz die anspruchsvolle Haltung und Zucht sensibler Organismen unterstützen kann“, erklärt Philipp Reinhard, Business Relationship Manager IT bei JUMO und verantwortlich für die Ausstellung.
Intelligente Wasserzähler erkennen Leckagen
Ein weiteres Exponat widmet sich dem Thema Wasserversorgung. Mithilfe vernetzter Drucksensoren und KI-gestützter Datenanalyse sollen Leckagen in Trinkwassernetzen frühzeitig erkannt werden.
Die Lösung adressiert ein wachsendes Problem: In europäischen Wassernetzen gehen regional erhebliche Mengen Trinkwasser durch Leitungsverluste verloren. Durch die Kombination aus Sensorik und Datenanalyse sollen Schäden schneller identifiziert und Wasserverluste reduziert werden.
„Die Lösung steht exemplarisch für die Verbindung von präziser JUMO-Sensorik und intelligenter Datenverarbeitung“, sagt Reinhard.
Rechenzentren als Schlüssel für KI
Das dritte Ausstellungsstück beschäftigt sich mit einem oft übersehenen Aspekt der Digitalisierung: der Kühlung von Rechenzentren.
Da leistungsfähige KI-Anwendungen große Rechenkapazitäten benötigen, steigt auch der Bedarf an effizienten Kühlsystemen. JUMO demonstriert, wie Sensoren die Überwachung und Steuerung solcher Anlagen unterstützen können. Im Fokus stehen dabei moderne Flüssigkeitskühlungen, die zunehmend in Rechenzentren eingesetzt werden.
Technologie für junge Besucher erlebbar machen
Mit den drei Anwendungen möchte JUMO insbesondere jungen Besucherinnen und Besuchern zeigen, wie künstliche Intelligenz und Sensorik zusammenwirken. Die Beispiele verdeutlichen, dass die Technologien längst nicht nur in der Industrie, sondern auch in Umwelt- und Infrastrukturprojekten zum Einsatz kommen.
Der Hessentag 2026 findet noch bis 21. Juni in Fulda statt. Dort können Besucher die Anwendungen vor Ort erleben und sich über aktuelle Entwicklungen im Bereich Digitalisierung und KI informieren.
