Ein zentrales Thema der Messe war die Transformation von Gebäuden. | © Messe Frankfurt Exhibition GmbH / Jean-Luc Valentin
Die Light + Building 2026 in Frankfurt hat einmal mehr ihre Rolle als zentrale Plattform der Gebäudetechnik- und Lichtbranche bestätigt. Vom 8. bis 13. März präsentierten 1.927 Aussteller aus 49 Ländern neue Lösungen rund um Elektrifizierung, Vernetzung und Lichtdesign.
Insgesamt 144.767 Besucher aus 143 Ländern nutzten die Messe zum Austausch – trotz Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr. Besonders stark vertreten waren Gäste aus Europa und China. Die hohe Relevanz der Veranstaltung zeigt sich auch in der Zufriedenheit: 95 Prozent der Besucher bewerteten die Messe positiv.
„Die Light + Building 2026 hat mal wieder bewiesen, wie unglaublich innovationsstark und zukunftsorientiert diese Branche ist“, sagt Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt.
Gebäude werden Teil des Energiesystems
Ein zentrales Thema der Messe war die Transformation von Gebäuden: Sie entwickeln sich zunehmend vom Energieverbraucher zum aktiven Bestandteil intelligenter Energiesysteme.
Technologien wie intelligente Energieverteilung, Lastmanagement und bidirektionales Laden verknüpfen Gebäude immer stärker mit Stromnetz und E-Mobilität. Gleichzeitig rückt der Gebäudebestand stärker in den Fokus. Modulare Lösungen sollen die energetische Sanierung einfacher und wirtschaftlicher machen.
Digitale Tools und multifunktionale Interfaces vereinfachen zudem Planung, Installation und Betrieb – ein wichtiger Schritt für mehr Effizienz im Alltag von Fachbetrieben.
Licht wird datenbasiert und emotional zugleich
Auch im Bereich Licht zeigte sich ein klarer Trend: Beleuchtung entwickelt sich zu einem intelligenten, datenbasierten System. Sensorik, vernetzte Leuchten und KI ermöglichen eine automatische Anpassung an Nutzung, Tageslicht und Umgebung.
Gleichzeitig bleibt Licht ein wesentliches Gestaltungselement. Hochwertige Leuchten und differenzierte Lichtkonzepte sorgen für Atmosphäre, Orientierung und Aufenthaltsqualität – sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum.
Nachhaltigkeit spielt dabei eine wachsende Rolle, etwa durch langlebige Komponenten und kreislauffähige Produktdesigns.
KI, Design und Nachwuchs im Fokus
Neue Impulse kamen auch aus dem Rahmenprogramm. Die AI Lounge zeigte praxisnah, wie Künstliche Intelligenz Planung und Betrieb in der Gebäudetechnik verändert.
Auf der Design Plaza standen aktuelle Entwicklungen im Lichtdesign im Mittelpunkt, während das Areal „Young Design“ Nachwuchstalente präsentierte. Initiativen wie „Women in Lighting“ und „ElektroHeldinnen“ setzten zusätzliche Akzente für Diversität und Nachwuchsförderung.
Mit dem Power Festival wurde zudem ein Treffpunkt für das Elektrohandwerk geschaffen – mit praxisnahen Formaten, Workshops und Networking-Angeboten für Auszubildende, Fachkräfte und Unternehmen.
Messe als Plattform für Austausch und Zukunftsthemen
Neben den technologischen Entwicklungen unterstreicht die Messe vor allem die Bedeutung des persönlichen Austauschs in der Branche.
„Die Light + Building wird ihrer Aufgabe gerecht: Sie bringt Menschen aus Industrie, Handwerk, Planung und Design zusammen“, so Marzin.
Die Leitmesse zeigt damit deutlich: Die Zukunft der Gebäudetechnik liegt in der Vernetzung, Elektrifizierung und intelligenten Steuerung von Systemen – und in der engen Zusammenarbeit aller Beteiligten.
