Österreich zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Nationen bei WorldSkills und EuroSkills. | © SkillsAustria
Die WorldSkills 2026 in Shanghai werden neue Maßstäbe setzen. Auf rund 500.000 Quadratmetern Wettbewerbsfläche im National Exhibition and Convention Center (NECC) treffen mehr als 1.500 Teilnehmende aus aller Welt aufeinander. Österreich ist bei dieser bislang größten Berufsweltmeisterschaft mit einem starken Nationalteam vertreten: 47 junge Fachkräfte aus allen neun Bundesländern treten in 41 Berufen an – davon 35 Einzel- und sechs Teamdisziplinen.
Starkes Team aus allen Bundesländern
Die Zusammensetzung des Team Austria 2026 spiegelt die Vielfalt und Qualität der heimischen Berufsbildung wider. Die Steiermark stellt mit zwölf Teilnehmenden das größte Kontingent, gefolgt von Niederösterreich mit zehn. Oberösterreich, Vorarlberg und Wien entsenden jeweils acht Fachkräfte. Kärnten ist mit drei, Salzburg mit zwei Teilnehmenden vertreten, Tirol und Burgenland mit jeweils einer Person. Das Berufsspektrum reicht von klassischen Handwerks- und SHK-Berufen über Bau- und Elektrotechnik bis hin zu Hightech-Disziplinen wie Robotik, Industrie 4.0 oder Optoelektronik.
Leidenschaft als verbindendes Element
„Im Team Austria stehen junge Fachkräfte aus ganz Österreich – aus allen Bundesländern. Sie kommen aus unterschiedlichen Berufen und Ausbildungswegen, doch sie verbindet eines: die Leidenschaft für das, was sie tun. Diese Leidenschaft ist es, die sie bis hierher gebracht hat – und die sie weitertragen wird. Denn Shanghai ist die größte Bühne, die WorldSkills je hatten. Dort braucht es nicht nur Können, sondern auch Ausdauer und innere Überzeugung. Genau das bringt jeder Einzelne in diesem Nationalteam mit“, erklärt SkillsAustria-Präsident Josef Herk.
Startschuss für intensive Vorbereitung
Mit dem ersten Teamseminar in Linz fiel der offizielle Startschuss für die Vorbereitung auf Shanghai. Neben organisatorischen Themen standen internationale Wettbewerbsbedingungen, Erwartungshaltungen und Teambuilding im Fokus. In den kommenden Monaten folgen mehrere Trainingsmodule sowie individuelles Fachtraining – oft mit weit über tausend Trainingsstunden parallel zum Berufsalltag.
Leo Jindrak, Vizepräsident der WKO Oberösterreich, unterstreicht die Bedeutung des Auftakts: „Es ist kein Zufall, dass wir traditionell in Oberösterreich in die WorldSkills-Reise starten. Oberösterreich steht für industrielle Stärke, für Handwerk auf hohem Niveau und für eine Berufsbildung, die Leistung ernst nimmt.“
Mentale Stärke und Teamgeist
Zusätzliche Impulse lieferten Persönlichkeiten wie der sechsfache „Race Across America“-Sieger Christoph Strasser, Ski-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister und Beachvolleyball-Europameister Nik Berger. Sie vermittelten den Teilnehmenden, wie entscheidend mentale Stärke, Durchhaltevermögen und Fokus auf internationalem Topniveau sind.
Für SkillsAustria-Geschäftsführer Jürgen Kraft markiert das Seminar den Beginn einer gemeinsamen Reise: „Mit dem ersten Teamseminar beginnt für diese jungen Fachkräfte eine gemeinsame Reise. Eine Reise, die in den Betrieben und Schulen begonnen hat – und die sie bis nach Shanghai führen wird.“
Österreichs Erfolgsbilanz als Rückenwind
Österreich zählt seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Nationen bei WorldSkills und EuroSkills. Mehrfache Titel als beste Nation weltweit und auf EU-Ebene unterstreichen die internationale Spitzenposition. Nach Rang sechs bei der letzten Weltmeisterschaft in Lyon 2024 richtet sich der Blick nun nach Shanghai – mit dem klaren Ziel, an die Erfolgsgeschichte anzuknüpfen und die Leistungsfähigkeit der österreichischen Berufsbildung erneut unter Beweis zu stellen.
